Navigation ist Schrott

  • Ich nutze die ladeoptimierte Route und schaue dann einfach während der Fahrt über den Stecker ab 30% was mir genehm ist. Sobald ich eine andere Station gewählt habe, die dem Navi erreichbar erscheint wird brav umgeplant und ich fahre ohnehin ungerne bis zum letzten Prozent, so dass das in der Praxis kein Problem ist. Und wenn das Navi schon bei 50% raus will, fahre ich einfach kommentarlos weiter.

    Dass das Navi bei vier Stunden Fahrt mit einem sicheren Ladestopp diesen ungefähr in der Mitte plant ist sicherlich nicht optimal für die Ladegeschwindigkeit, ist aber auch nicht vollkommen unlogisch. Wir haben auch früher mit dem 320d auf der Fahrt Heidelberg - Dresden den Stopp ungefähr in der Mitte gemacht.

    BMW i4 eDrive40 Gran Coupé Sanremo Green metallic seit 10/23

  • Im Winter muss man dabei allerdings besonders aufpassen. Wenn ich eine Ladesäule manuell auswähle und das Fahrzeug eine Restankunft von etwa 7–9 % prognostiziert, kann diese auf den letzten Autobahnkilometern sehr schnell auf 2–3 % absinken. ;)

    Darüber habe ich heute noch einmal nachgedacht. Könnte die Differenz bei der Restankunft nicht auch damit zusammenhängen, dass das Fahrzeug auf den letzten ca. 20 km beginnt, die Batterie auf das Laden vorzubereiten? Dadurch steigt der Verbrauch spürbar. Es wäre logisch, dass das System diesen zusätzlichen Energiebedarf bei der Berechnung der Ankunfts-% nicht vollständig berücksichtigt, da es im Voraus nicht sicher weiß, ob und in welchem Umfang die Batterieheizung tatsächlich benötigt wird, insbesondere im Winter.

    Möglicherweise versucht das System deshalb, mich mit rund 10-15 % Restladung zur Ladesäule zu führen. Dieser scheinbar große Puffer könnte bewusst eingeplant sein, um ausreichend Energie für die Batterievorkonditionierung zu haben. Gerade bei niedrigen Temperaturen kann die Batterieheizung auf den letzten Kilometern einen nicht unerheblichen Mehrverbrauch verursachen, der sonst zu unangenehm niedrigen Restwerten bei der Ankunft führen würde.

  • Da habe ich auch schon darüber nachgedacht, aber bei mir nimmt der SoC am Ziel/an der Ladestation die ganze Fahrt über kontinuierlich ab, die letzten 20-30 min vor dem Laden gibt es keinen “Sondereffekt“. Daher scheint die Vorkonditionierung schon einkalkuliert zu sein.


    Interessanterweise bekommt man über die CarData API einen Wert namens „Range EV Average electric consumption“, der liegt bei mir ohne Navigation bei 20 kWh/100km. Während der Fahrt schwankt er, hatte aber bei der letzten Fahrt ein Maximum bei etwa 23,5kWh/100km, - dabei hatte ich auf dieser Fahrt einen Verbrauch von 26,5kWh/100km. Mein Winterverbrauch liegt bei etwa 25kWh/100km und der „ab Werk“ Verbrauch von etwa 23kWh/100km. Warum hier mit geschönten Werten gerechnet wird, obwohl das Fahrzeug viel bessere Daten zur Verfügung hat, weiß wohl nur BMW.

    i4 M50 Alpinweiß & Leder Tartufo - M Sportpaket Pro, DAP, Harman Kardon uvm.

  • ...
    Möglicherweise versucht das System deshalb, mich mit rund 10-15 % Restladung zur Ladesäule zu führen. Dieser scheinbar große Puffer könnte bewusst eingeplant sein, um ausreichend Energie für die Batterievorkonditionierung zu haben. Gerade bei niedrigen Temperaturen kann die Batterieheizung auf den letzten Kilometern einen nicht unerheblichen Mehrverbrauch verursachen, der sonst zu unangenehm niedrigen Restwerten bei der Ankunft führen würde.

    Bei mir fängt die automatische Vorkonditionierung immer 20 Minuten vor erreichen der Ladestation an und ist meistens nach 10 Minuten wieder beendet.

    Wenn ich das Vorkonditionieren manuell starten will und SOC ist bereits im einstelligen Bereich, dann wird das abgelehnt mit Verweis auf den geringen Ladestand.

    BMW I4 eDrive35, Saphirschwarz metallic, seit 28.04.23

  • Ja, aber die automatische Vorkonditionierung scheint auch zu funktionieren, wenn man mit niedrigem geplanten Ladestand ankommt. Wann es anfängt ist von der Temperatur abhängig (kann auch 30min vorher sein), aber auch ich habe beobachtet, dass er 10min vor Ankunft schon fertig ist. Es wird auch relativ stark vorgeheizt (ich habe mal 29 Grad Akkutemperatur beobachtet), bei 20 Grad Akkutemperatur bekommt man auch schon ordentliche Ladeleistung. Aber vielleicht macht BMW das zur Akkuschonung…

    i4 M50 Alpinweiß & Leder Tartufo - M Sportpaket Pro, DAP, Harman Kardon uvm.

  • Ich habe versucht, das Thema in einem anderen Thread zu finden, aber offenbar suche ich entweder falsch oder es wurde dort nicht eindeutig beantwortet.


    Lässt sich eigentlich zuverlässig sagen, bis zu welchem SoC der i4 die Batterie noch aktiv auf das Schnellladen vorbereitet?


    Für mich ist es ehrlich gesagt ein Rätsel, warum mich das Auto selbst dann zu einer HPC-Ladestation schickt, wenn ich in der Routenplanung eine Ankunft mit sehr niedrigem SoC definiere, und am Ende kommt der Wagen trotzdem mit einem relativ hohen SoC an der Ladesäule an.

    Hat jemand dazu konkrete Erfahrungen oder technische Hintergründe?

  • Ich verstehe die Frage nicht ganz - du kannst den Ziel-SoC an der Ladestation vorgeben. Wenn du dort 5% einstellst und die automatische Vorkonditionierung aktiviert hast, plant er die Route ggf. so, dass du mit 6% und vorkonditioniertem Akku dort ankommst.


    Je nachdem ob du bevorzugte Anbieter hast und wie viele davon, kann es aber auch sein dass er den Ladestopp trotzdem mit 20% plant, weil danach keine Ladestation mehr kommt, die zu den Kriterien passt.

    i4 M50 Alpinweiß & Leder Tartufo - M Sportpaket Pro, DAP, Harman Kardon uvm.

  • Ich glaube, ich muss noch etwas mehr Kontext liefern, sonst ist mein Punkt tatsächlich nicht ganz verständlich.

    Ich nutze einen Tarif mit pauschal 0,39 €/kWh bei allen Anbietern, mir ist also völlig egal, wo ich lade. Entsprechend habe ich auch eine lange Liste mit bevorzugten Anbieter eingestellt.


    Wenn ich eine Route eingebe und das Auto entscheidet, dass ich unterwegs laden muss, dann plant es den Ladestopp oft so, dass ich mit 15–20 % SoC an einem HPC ankomme. Genau das verstehe ich nicht.


    Ich habe nämlich bewusst 5 % SoC als Ziel‑SoC an der Ladestation eingestellt und die automatische Vorkonditionierung aktiviert.

    Ich würde verstehen, wenn das System mit 8–9 % SoC plant, als kleinen Sicherheitspuffer.

    Aber Werte um 15–20 %, obwohl:

    • ich mich nicht auf einen-zwei Anbieter beschränke,
    • mehr als genug HPCs verfügbar sind,
    • und der Ziel‑SoC klar definiert ist,
      erschließen sich mir nicht.

    Deshalb meine Frage:

    Warum ignoriert die Routenplanung in solchen Fällen offensichtlich den eingestellten Ziel‑SoC und plant deutlich konservativer, obwohl aus Nutzersicht keine Notwendigkeit dafür besteht?

  • Es handelt sich um den Anbieter elinx, eine Marke des Energieversorgers Energie Steiermark Österreich.


    Alternativ nutze ich den Zeittarif von Wien Energie; dort hängt der Preis von der Ladegeschwindigkeit und der an der HPC verbrachten Zeit ab. Bei kürzeren Ladevorgängen mit hoher durchschnittlicher Ladeleistung komme ich rechnerisch auf 0,29 €/kWh. Beim Laden an den Wien Energie HPC sogar auf etwa die Hälfte, also rund 0,15 €/kWh.


    pasted-from-clipboard.png