Ich bin vor zwei Tagen von einem Tripp mit meinem eDrive40 ohne M und auf 17" Aero-Rädern durch Frankreich und Spanien (wegen der totalen Sonnenfinsternis) zurück gekommen.
Die Bilanz: 4.975 km in 10 Tagen mit 21 Ladestopps unterwegs (ohne den letzten an der heimischen Wallbox) mit 11:36 reiner Ladezeit und 349,46 € Stromkosten (371,96 € inkl. Wallbox), zu Kosten von 7,48 €/100 km, davon:
Hinfahrt (Gütersloh nach Limoges) 1.050 km in 11:02 reiner Fahrzeit (13:06 brutto) 95,3 km/h und 17,4 kWh/100 km, 4 Ladestopps
Dazwischen viele Einzelfahrten
Rückfahrt (Toulouse nach Gütersloh) 1.342 km in 13:39 reiner Fahrzeit (16:52 brutto) mit 98,2 km/h und 18,0 kWh/100 km, 6 Ladestopps.
Wie sind in Deutschland 136 km/h nach Tacho und im Ausland immer per Tempomat am Limit gefahren.
Bemerkenswerte Einzelabschnitte ohne Pause und Ladestopp waren:
2026-08-07: 329 km in 03:33 mit 98 bis 20 % SoC durch Frankreich und Staus in Paris
2026-08-16: 248 km in 03:41 mit 99 bis 46 % SoC durch dichten Verkehr und Staus
2026-08-16: 385 km in 03:19 mit 99 bis 3 % SoC ohne Störungen und ohne Stopp von Frankreich durch Belgien bis Düsseldorf
Die Bilanz an den Fremdladern ist sehr ernüchternd. Sehr unterschiedliche Säulen-Fabrikate mit immer unterschiedlicher Bedienlogik sind schwer zu bedienen. Manche haben nicht einmal eine Taste und reagierten teilweise gar nicht auf die BMW-Ladekarte (Zunder und IZIVIA), obwohl BMW den Lader mit Tarif angezeigt hatte. Eine IZIVIA-Säule brachte ich mit Vorhalten der BMW-Ladekarte kpl. zum dauerhaften Absturz. Eine Iberdrola wollte partout nicht, obwohl wir zwei Tage zuvor bei diesem Anbieter erfolgreich geladen hatten. An einem Lidl konnten nicht nur wir, sondern auch ein Tesla-Fahrer nicht laden. Ein AC-Lader in Arcachon reagierte auf die BMW-Karte nicht, das baugleiche Modell desselben Anbieters dahinter aber schon. Ein IZIVIA brach zweimal ab, weil offenbar der Stecker Kontaktprobleme hatte. Generell stehen viele Lader in der prallen Sonne und das Display noch dazu auf der Sonnenseite und viel zu niedrig, womit es kaum abzulesen ist.
So haben wir viel Zeit verloren mit Rumgehampel an der Säule, Umparken und neuem Suchen nach der nächsten Säule. Von einem optimalen Laden von 10 auf 80 % und währenddessen Bio- und Verpflegungspreise kann gar keine Rede sein.
Wir fuhren generell ohne Laderoutenplanung, die vermutlich keinen Vorteil gebracht hätte und auch nicht die günstigen Lader berücksichtigt hätte.
Zuverlässig waren IONITY und Tesla, die aber leider selten mit externer Verpflegung kombinierbar waren und in Spanien auch nicht gerade günstig sind.
Zumindest haben wir die Ladepausen fast immer sinnvoll genutzt. Wir hatten nichts final vorgeplant und haben die Tagesplanung und Hotelreservierungen dann während der Ladestopps gemacht. 11:36 reine Ladezeit hören sich schlimm an, aber das Verhältnis zur Fahrzeit für fast 5.000 km ist das noch OK und, wie gesagt, sinnvoll genutzt.