Neue Klasse, erste Sichtung

  • Ich denke, das kWh-Wettrüsten beginnt jetzt.

    BMW ist da doch schon mittendrin. Die 150-kWh-Batterie im iX5 dürfte die meisten überrascht haben.

    Sehe es aber ähnlich, BMW hat von den deutschen in meinen Augen die beste Ausgangsposition. Trotzdem muss man schauen, wie man damit umgeht, wenn so ein großer Teil vom Markt wegfällt.

  • BMW ist da doch schon mittendrin. Die 150-kWh-Batterie im iX5 dürfte die meisten überrascht haben.

    Wenn man sich die Modellzyklen von BMW anschaut und was (i3 mal ausgenommen) batterietechnisch am Fahrzeug überarbeitet wurde, ergibt sich da ein anderes Bild, BMW entwickelt das Auto für einen vollen Modell-Zyklus von 7 Jahren (oder im Falle des iX5 sogar noch länger, wenn nicht vorher ein Neue Klasse iX5 kommt).

    BMW entwickelt einmal das Fahrzeug und baut es bis zum Ende durch. Nur wenn es sich wirtschaftlich lohn, gibt es größere Update (Siehe i7/RR Spectre) an der Batterie.

    Daher ist die große Batterie im iX5 nicht überraschend - sondern eher die mindest-Auslegung um in der Mitte der 2030er Jahren konkurrenzfähig zu sein.
    Und meine persönliche Vermutung, da werden die Gewinne innerhalb der nächsten 4-8 Jahre generiert. Warum schmeißt BMW 8.000 Entwickler raus?

  • Ich finde das alles ein bisschen Jammern auf hohen Niveau.

    Weiß nicht. Habe in Oberfranken die Porzellan/Keramik- und auch die Möbelindustrie kaputt gehen sehen. Kein schöner Anblick, zb in Selb. Direkt in meinem Landkreis ging es noch, da wir auch ein erfolgreicher Industrie Standort mit vielen Hidden Champions sind. Aber genau die sind Automobilzulieferer und/oder stark im Chinageschäft involviert. Der erfolgreichste von denen hat zum erst mal seit Jahrzehnten angefangen zu entlassen, bzw. Teilzeit etc. anzubieten.
    Um wieder etwas zum Thread zu kommen - ich mache bei Bekannten massiv Werbung für die NK. Auch in der Firma für den Fuhrpark. Bei solchen Batteriegrößen und Verbräuchen müssten eigentlich sogar unsere Vielfahrer in der Firma zurechtkommen. Nur gegen den neuen GLA braucht es noch Zeit. Afaik kommt der iX1 NK erst in einem Jahr. Der iX5 für die Chefs kommt ja früher. Da vermissen zwar einige ihre alten V8, aber den gibts ja beim G65 auch nicht mehr.

  • Weiß nicht. Habe in Oberfranken die Porzellan/Keramik- und auch die Möbelindustrie kaputt gehen sehen. Kein schöner Anblick, zb in Selb. Direkt in meinem Landkreis ging es noch, da wir auch ein erfolgreicher Industrie Standort mit vielen Hidden Champions sind. Aber genau die sind Automobilzulieferer und/oder stark im Chinageschäft involviert. Der erfolgreichste von denen hat zum erst mal seit Jahrzehnten angefangen zu entlassen, bzw. Teilzeit etc. anzubieten.
    Um wieder etwas zum Thread zu kommen - ich mache bei Bekannten massiv Werbung für die NK. Auch in der Firma für den Fuhrpark. Bei solchen Batteriegrößen und Verbräuchen müssten eigentlich sogar unsere Vielfahrer in der Firma zurechtkommen. Nur gegen den neuen GLA braucht es noch Zeit. Afaik kommt der iX1 NK erst in einem Jahr. Der iX5 für die Chefs kommt ja früher. Da vermissen zwar einige ihre alten V8, aber den gibts ja beim G65 auch nicht mehr.

    Mir ging es jetzt um die Automobilhersteller. Da schreibt keiner Momentan Verluste.
    Den Zulieferern geht es an den Kragen.


    Zur neuen Klasse, das wurde seitens BMW sehr gewinnbringend Optimiert. Als Aktionär ein sehr gerne verkauftes Auto, da wohl der Deckungsbeitrag ziemlich hoch sein wird.

    Ob ich jetzt als Endkunde unbedingt einen haben brauch, noch dazu einen der ersten. Ich glaube eher nicht. Preis/Leistung ist für mich bei iX1, i4 und i5 jetzt momentan einfach überragend gut. Ich habe für meinen i4 40e 50k€ neu bezahlt. https://www.mydealz.de/deals/b…t-bestellfahrzeug-2817785

  • Ich finde das alles ein bisschen Jammern auf hohen Niveau. Man tut ja gerade so, als ob man bei BMW Milliarden-Verluste einfährt. Tut man nicht. Man macht nur weniger Gewinn.

    Naja, wenn ich das auf mich ummünze, wenn mein Unternehmen, jahrelang einen Gewinn in einer Division/Sparte von (erfundene Zahl) 1.000.000 EUR und dann fallen mir da innerhalb von einem Monat knapp 60 % weg und mein Gesamtgewinn im ersten Halbjahr sinkt um 37% wäre ich da schon nicht ganz so entspannt.. vor allem da das Unternehmen ja sowohl Ressourcenmäßig auch für die 1 Millionen aufgestellt ist.. sieht man jetzt ja auch leider so bei BMW, ich meine irgendwas um die 8000 Leute müssen gehen.


    Von daher finde ich das nicht wirklich Jammern auf hohem Niveau.. klar Gewinn ist Gewinn aber wenn sich dieser um über die Hälfte schmälert, ist das trotzdem ne bittere Pille. Die Arbeitnehmer, die gehen müssen, sehen das sicher auch ähnlich


    PS: Natürlich hätte man das schon im strategischen Bereich irgendwann merken müssen mit dem China Geschäft, aber jetzt ist das Kind halt schon in den Brunnen gefallen.

  • Von daher finde ich das nicht wirklich Jammern auf hohem Niveau.. klar Gewinn ist Gewinn aber wenn sich dieser um über die Hälfte schmälert, ist das trotzdem ne bittere Pille. Die Arbeitnehmer, die gehen müssen, sehen das sicher auch ähnlich

    Als BMW Anfang der 2000er Jahre ein neues Werk in Leipzig eröffnete stand man in der Kritik. Dudenhöfer und Co. haben in einem Interview gesagt "nach jeder Krise hat der Automobilhersteller am meisten Verkauft, der die Fertigungskapazität hatte". Als der Katalysator gesetzlich verpflichtend kam, hat die Automobilindustrie gesagt, da da Hunderttausende Jobs in Deutschland dran glauben werden.... Lobbyist arbeite halt effizienter als die eigene Entwicklung.


    Das wir in Deutschland dauerhaft nicht mit mit Niedriglohnländern konkurrieren können, wissen wir schon länger. Hat mir auch mal ein Lehrer irgendwann um 1998 erklärt, dann kam Agenda 2010 und man das deutsche Effizienz-Märchen noch ein bisschen am Leben gehalten und vergessen den Staat umzubauen für eine Zeit nach der Industrie. Und so wird es jetzt weitergehen, wenn man über Verbrenner-Aus diskutiert.


    Im Nachbarort gibt es eine Getrag/Magna Fabrik, die stellt Getriebe her. Eigentlich nur Schaltgetriebe. Da hat man schon Jahrelang gewusst, dass das Geschäft so wie es ist nicht weitergehen wird, weil intern keine neuen Projekte kamen. Das Werk wird zum Ende des Jahres geschlossen. Wenn ich das als Arbeitnehmer nicht auf mich zukommen sehe und mit Gewalt mit auf Gewerkschaften, Kündigungsschutz, staatlicher Absicherung und eine fette Abfindung verlasse, dann habe ich den Schlag nicht gehört.