Dein Arugment verstehe ich aber nur weil die Konzentration nachlässt, ist sie nicht so schlecht, dass man nicht in der Lage ist, sicher weiter zu Fahren. Vor allem nicht bei meiner Fahrt, bei der es so gut wie keinen Verkehr gab und 50% 100 KM/H gefahren wurde.
Leider ist genau das dein Trugschluss. Sobald die Konzentration nachläßt hast Du ein erhöhtes Risiko auch wenn Du Dich noch subjektiv gut und fit fühlst. Du fühlst Dich ja auch noch perfekt, wenn Du nur ein Bier getrunken hast, obwohl es nachgewiesen ist, daß selbst das schon ein Konzentrationsdefizit bedingt. Da gibt es gar nix zu kritteln dran egal wie man es dreht und wendet. Und wie ich schon sagte Du merkst das erst im Ernstfall. Den hattest Du ja offensichtlich gar nicht, zum Glück für Dich und ich wünsche Dir, daß es so bleibt. Mit Verlaub ich will nicht unhöflich erscheinen und Dich schon gar nicht missionieren, aber dann konntest Du deinen "wahren" Zustand noch gar nicht genau spezifizieren. Erst recht nicht bei nur einer solchen Fahrt, das ist quasi nur (k)eine Erfahrung ...
Dann sprichst Du von einer (bei meiner) Fahrt. Das mag in deinem "jugendlichen" Alter einmal gehen und gut ausgehen. Ich spreche aus Erfahrung von über tausenden Fahrten dergleichen wie Du sie beschreibst (Überschlagsweise über 3000 Langstreckenfahrten) und das über ein ganzes Arbeitsleben. Du baust ab ... glaube es zu deiner eigenen Sicherheit ganz einfach und rede Dir nichts anderes ein als vernünftiger Mensch.
Ich selbst hatte schon zig mal Sekundenschlaf im Auto und es ist alles gut gegangen. Trotzdem war es sau gefährlich und geht gar nicht. Gerade im Dunkeln ist man mental noch mehr angespannt auch wenn die Bahn leer ist. Und erst recht je schneller man fährt. Auch das die schnelle Dunkelfahrt bei leeren Autobahnen entspannter ist, ist ein großer Trugschluss.
Mental strecken kann man die Konzentration vielleicht mit den heutigen automatischen Fahrhilfen, die einem vieles abnehmen. Das schont die Konzentration, aber es geht trotzdem irgendwann bergab.
Ich gebe Dir ein Beispiel wodurch man Konzentration völlig unbemerkt verliert und Du kannst das im Selbstversuch einmal testen. Du kennst sicher die Situation, daß auf der BAB zig Kilometer 120km/h begrenzt ist. Und es mögen gar nicht viele unterwegs sein, aber es kommt früher oder später, meist früher, die Situation, daß jemand vor Dir fährt und im Grunde das Tempolimit auch respektiert. Dann kommt immer wieder dasselbe Spiel, wen der Fahrer/in keinen Tempomat nutzt ... es wird Gas gegeben bis 135-140 und man merkt das ist zu schnell und wird langsamer. Da man aber schläft (unkonzentriert ist) läßt man die Geschwindigkeit bis 100 oder 105 fallen und merkt wieder man ist zu langsam und gibt wieder Gas. Das Spiel mach´ mal 25km mit und das vielleicht noch mehrfach am Tag.
Du selbst gibst bei ausgeschaltetem Tempomat und ohne sonstige Hilfen immer wieder (unbewußt) mit dem Fuß hinter diesem Fahrzeug Gas und mußt vielleicht sogar mal leicht bremsen. Das machst Du praktisch unbemerkt im Kleinhirn ohne reale Wahrnehmung ... es ist automatisiert schon mit wenig Erfahrung hinterm Steuer. Egal wie fit man ist, man glaubt das strengt einen auf Dauer gar nicht an. GANZ GROSSER IRRTUM! Aber irgendwann stellst Du doch fest, daß dich das stetige Gas geben und Bremsen nervt, vielleicht ärgert Dich das nur innerlich irgendwann oder Du denkst bei gleichmäßiger Fahrt würde ich doch Energie (gleich welcher Art) sparen. Allein an der Tatsache, daß es irgendwann nervt merkst Du wie Du mental abbaust nicht unbedingt körperlich. Ich unterstelle mal Du bist ein gelassener und nicht ein getriebener Zeitgenosse.
Mache weiter den Selbstversuch bei gleicher BAB Situation mit dem Abstandstempomaten zu fahren und Du stellst bereits bei den ersten solchen 25km fest wie stark Dich das entlastet und Du fühlst Dich auf einmal nicht ein einziges mal genervt. Egal ob Du auch keinmal genervt bist, durch die fehlende Aktivität mit dem nicht mehr benötigten Gasfuß baust Du mental spürbar weniger ab, obwohl Du das Gasgeben / Bremsen vorher gar nicht bemerkt hast. Ein solcher Versuch führt Dir vor Augen wie Du doch abbaust obwohl Du praktisch gar nichts merkst. Mach das und führe den Versuch selbst und fair durch.
Und natürlich bist Du NICHT mit einem Zerknalltriebling besser oder schneller unterwegs schon allein weil der i4 sehr viel komfortabler fährt und andere BEV´s noch komfortabler sind (iX3, GLC, etc.). Und ich hatte vor dem i4 FÜNF 5er mit der vollen Komfortaustattung sowohl Diesel als auch Benziner. Der i4 ist ein neues Komfortlevel allein durch die fehlende Geräuschentwicklung und der hat nicht mal Komfortsitze drin.
Aber das sind sehr oft nur Annahmen oder subjektive Eindrücke oder vielleicht sogar noch unterbewußt bestehende Vorurteile dem BEV gegenüber das es Unterschiede noch gibt. Leider eben nichts Messbares oder Beweisbares. Die nackte Reichweite ist bei einem Diesel weiter ... mein persönlicher Rekord mit einem 5er Diesel waren über 1200km mit einer Tankfüllung. Und war ich schneller damit oder "besser" unterwegs ... Nein, Null, Nada. Das wird am Stammtisch oder in deinem Bekanntenkreis so vielleicht kolportiert. Oft auch noch von Leuten, die nicht mal ein BEV fahren.