Beiträge von derausserirdische

    Ja genau. Die Erstbesteller gucken in die Röhre. Es sind einige interessante Features dazu gekommen. Allerdings würde der iX3 dadurch auch etwas teurer. Der Grundpreis ist auch auf über 79k€ gestiegen meine ich mich dunkel zu erinnern. Auch die wirklich beschämende Farbauswahl würde erweitert. Zwar mit vielen Tönen, die hauptsächlich grau enthalten, aber das Eukalyptus grün gefiele mir trotzdem. 22kWac brauche ich nicht, aber bei einer 800V Architektur auch 400Vdc Laden anbieten ist ein Muss. Das Ladenetz wird niemals so schnel auf 800V umgerüstet, deshalb ist das die nächsten Jahre leider notwendig.

    Und ja endlich ein Frunk, aber leider klein. Der GLC macht vor wie an einen richtig gut nutzbaren Frunk macht mit 128L. Aber immerhin. In meinem i4 habe ich den Wokeby Frunk, der voll ist und auch nicht viel größer ist.

    So ist es. An einer einigermassen intelligenten Wallbox, in meinem Fall der Fronius WattPilot HOME 11j, kann man das Ver- bzw. Entriegelungsverhalten einfach per App einstellen. Und ich kann verstehen, wenn man das Kabel dran läßt und dann auf "immer verriegelt" stellt. Ist einfach bequemer. Erst recht wenn man das 32A BMW Kabel immer ein und ausladen muss.


    Im Winter zumindest kann die Kabelverriegelung dann hin und wieder klemmen, wenn man es doch entriegeln will. Zumindest dann wenn die WB draußen im Carport im Freien hängt. Da mir das schon ein, zweimal passiert ist, habe ich auf entriegelt gestellt, wenn ich nicht lade. Die Wahrscheinlichkeit, daß dieses Kabel geklaut wird, geht wirklich gegen Null. So ein Kabel hat doch jeder BEV Fahrer, weil es bei der Auslieferung dabei ist.


    Was ich aber schon einmal hatte, daß sich in den Steckern insbesondere dem Fahrzeug seitigen Kondenswasser bildete und deshalb das nächste Laden nicht klappte. Und das trotz aufgezogener Steckerkappe. Keine Ahnung wie das passiert ist, aber es kann passieren. Das Kabel liegt bei mir auch nicht auf dem Boden oder so etwas. Es ist am Kabelhalter aufgerollt aufgehängt.

    Zwar sagst Du, daß Du alle Einstellungen geprüft hast, aber spontan würde ich sagen die WB sollte auf jeden Fall auf 11kW begrenzt werden, denn der i4 kann ja nur 11kW. Zwar kenne ich deine WB nicht, aber meistens sollte es eine Einstellung geben, die immer Dauerfeuer mit 11kW gibt, wenn ein Fahrzeug angeschlossen ist.

    Ein 10m 22kW Ladekabel sollte aber gehen. Ich verwende das 5m 22kW Ladekabel, welches dem i4 ja beiliegt. Hast Du es spaßeshalber einmla mit diesem Kabel versucht?

    Glaube ich auch nicht, daß der SOC vom Spannungslevel abgeleitet bzw. gemessen wird. Wird sehr wahrscheinlich von der entnommenen Leistung aus berechnet. Im Modellbau wird der "Füllstand" genauso berechnet. Warum sollte es im Auto anders sein? Und es wäre recht ungenau.

    Und weil das nach einigen Ladevorgängen auch nicht mehr so genau ist, sollte man durchaus ab und an auf 100% laden. Damit kalibriert sich der SOC wieder und die Zellen können balanciert werden.

    Aber das supergeile Blau (Portimao?) musste halt pflegen ohne Ende sonst siehts doof aus..

    Das Portimao ist eine richtig schöne Farbe und muss nicht mehr gepflegt werden wie jede andere Farbe auch sofern es die Version mit Klarlack ist. Wie es bei Portimao matt ist weiß ich nicht, aber zumindest bei einem Kratzer sind matte Lacke schwieriger. Keine Ahnung wie Du zu so einem Schluß kommst, daß ein Blau mehr gepflegt werden muss.

    Ich hatte einen Portimao blauen M50 fünf Tage zur Probefahrt vor der Bestellung. Und obwohl ich dieses Blau so richtig gut finde, habe ich mich bereits nach 3-4 Tagen gefragt ob ich das Jahre lang vor der Tür haben wollte.

    Unser 2er Cabrio ist Tiefseeblau metallic. Das ist eine wirklich Langzeit taugliche Farbe und ein Hingucker noch heute nach fast 10 Jahren wo das Cabrio bei uns ist. Sehr schade, daß es heutzutage nur noch wenig abseits zwischen weiß und schwarz an Auswahl gibt. Immerhin hat BMW den Individual Farbkonfigurator für viel Geld zur Auswahl eingefügt ... zumindest bei den meisten Modellen.

    Mein i4 ist auch weiß und das wo ich über 15 Jahre schwarz bevorzugt hatte. Und das sieht am i4 klasse aus durch die vielen Kontraste, die sich auftun. Das Mausgrau, welches seit einiger Zeit modern ist, wird eine Modeerscheinung bleiben, denn das sieht schnell wie eine Grundierung aus mal abgesehen davon, daß das eine grundsätzlich langweilige Farbe nahe am Beton ist. Die diversen dunkelgrauen Farbtöne hingegen kann ich mir durchaus vorstellen nur eben das helle Beton- oder Mausgrau macht nicht nur den i4 irgendwie zu Baufahrzeugen.

    Nachbarn haben einen X3 in dem Mausgrau, was zum schiessen aussieht. Aber bekanntlich lässt sich über Geschmack nicht streiten. Ich wette, daß auch dort diese Farbe zum ersten und letzten Mal an einem PKW dran ist.

    Auch ich nutze den Fronius WattPilot HOME 11j samt einem Fronius WR. Das funktioniert sehr gut und Updates waren bislang easy. Der Go-e Charger ist fast baugleich. Ganz sicher bin ich nicht, aber der Go-e Charger ist ein OEM Produkt, das Fronius lizensiert hat. Ich meine es gibt ein paar kleine Unterschiede, aber nichts Nennenswertes.

    Der WattPilot ist keine günstige Wallbox und heute würde ich jedem empfehlen nicht mehr den alten WattPilot zu kaufen, sondern gleich den neueren WattPilot flex ins Auge zu fassen. Diesen gibt es in einer vergleichbaren Version wie den alten WattPilot im weißen Gehäuse und einer Version mit integriertem MID Zähler im anthrazit farbenen Gehäuse.

    Die Version WattPilot flex wurde in Bedienung und Anzeige verbessert. Der spannende Punkt ist aber, daß er für V2H / V2G vorbereitet ist, was nach neuesten Meldungen wohl zum 1.1.2026 in Deutschland legalisiert werden soll. Der alte WattPilot kann sehr wahrscheinlich nicht aufgerüstet werden. Wer also V2H / V2G in Erwägung zieht sollte gleich zu einer der beiden Varianten des WattPilot flex greifen. Und wie immer bei solchen Upgrades ist der WP flex auch noch ein wenig teurer geworden als die älteren Varianten.

    Da anzunehmen ist, daß es einige gibt die sich das Upgrade zum WP flex gönnen, wird es auf dem Gebrauchtmarkt die älteren Modelle vermehrt welche geben. Neue und alte WB Variante greifen auf dieselbe App zu, die umfangreiche Funktionen bietet. Eigentlich alles was im Moment so überhaupt geht. Die App ist richtig gut, aber man muss sich ein bissel damit beschäftigen, dann läßt sich nahezu alles einstellen. Ich suche selbst immer mal wieder nach einigen Detaileinstellungen. Aber es gibt inzwischen zu viele Parameter, die bedenkenswert sind.

    Im Netz habe ich jetzt schon mehrfach gelesen, dass der Akku länger hält als das Auto selbst, aber viele Leute scheuen sich immer noch ein E- Auto zu kaufen wegen der "Angst" vorm Laden und dem Anschaffungspreis.

    Bei uns im Flugverein fliegen auch alle LiPos, die aber nicht mit den LiIon, NMC und LiFePo4, die im Auto aktuell sind bzw. kommen vergleichbar sind. Richtig ist, daß der Akku in den meisten Fällen nicht die Lebenszeit begrenzende Komponente eines BEV sein wird. Eine sehr einfache Kalkulation zur Akkulebensdauer macht das plausibel.

    Ein LiFePo4 hat in der aktuellen Technologie eine Lebensdauer von ca. 6000 Volladezyklen. Dabei ist ein Vollladezyklus eine Ladung von 0% bis 100%. Zwei Ladevorgänge von z.B. 30% auf 80% ergeben dabei zusammen einen Volladezyklus. Gehen wir davon aus ein voll geladener Akku bringt 300km Reichweite. Dann sieht die Rechnung so aus:

    300km x 6000 = 1.8 Mio km Fahrleistung

    ... heutige Verbrenner werden für eine Lebensdauer von 300.000km designed!!! Und der Rest vom BEV neben dem Akku im Übrigen auch!!!

    Kaum jemand von uns fährt sein Auto so weit bzw. so lange. Da dürften andere Komponenten früher kaputt gehen wie z.B. Lager, Gelenke, etc. alles was in Bewegung ist beim BEV. Und selbst wenn man nur von 3000 Vollladezyklen ausgeht, weil man den Akku in Unwissenheit super schlecht pflegt geht die Rechnung mit 900tkm immer noch auf. Kein Mensch fährt ein Auto derart lange. Vielleicht ein paar Taxi Unternehmen. Die sehr leidige Akkudiskussion wird heute eigentlich nur aus Unwissenheit geführt.

    So gesehen ist die in allen Foren / Medien immer wieder geführte Diskussion um die 100% Volladung schon sehr müßig. Natürlich altert der Akku von seinem Neuzustand aus gesehen. Aber ein Akku mit einem SOH von 93% oder auch 78% ist kein kaputter Akku. Das heißt lediglich, daß der Akku nicht mehr die Reichweite des Neufahrzeugs ermöglicht. Nicht mehr und nicht weniger. Deshalb ist auch die derzeitige Panik über den Wertverlust völlig überzogen.

    Letzteres wird sich aber im Laufe der Zeit auch geben, wenn der Anteil der BEV deutlich höher ist und ein Verbrenner einfach zu teuer wird. Oder erst gar nicht mehr zugelassen werden darf (Neufahrzeuge). Dann wird sich auch die Erfahrung mit den gebrauchten Akkus bzw. BEV´s und die derzeitige Unsicherheit dazu deutlich legen.

    Dazu kommt, daß mehr und mehr Firmen sich auf Akkureparaturen spezialisieren werden. Denn in einem Akku degradieren nicht alle Zellen in gleichem Maße. Meistens sind es einzelne Zellen die den Akku SOH runterziehen. Zwar liegen mir noch keine Daten vor, aber ich gehe davon aus, daß auch ein Akku mit 70% SOH über eine bezahlbare Reparatur wieder auf über 90% SOH gebracht werden kann.

    Und es gibt einen weiteren Aspekt. Die Hersteller sind auch daran interessiert, daß ihre BEV´s nicht so stark im Wert sinken. Deshalb werden die Angaben zum Akku so ausgelegt, daß diese bei z.B. 103% oder 105% starten. Natürlich geht das nicht, aber die anfängliche Kapazität wird einfach niedriger angegeben als sie tatsächlich im Neuzustand ist. Natürlich kann man beim aktuellen Stand der Technik die anfängliche Degradation nicht unterdrücken. Aber man kann den Akku z.B. auf 82kWh auslegen, gibt im Datenblatt 80kWh an und bewertet das mit 100% egal wieviel der Akku drüber liegt. So kommen einige, die ihren Akku auslesen, auch nach 30tkm oder sogar mehr noch den 100% nahe.

    Selbst gehe ich davon aus , daß kaum ein BEV nach 100tkm wegen dem Akku unbrauchbar sein wird. Es wird lediglich keine 100% Akkukapazität mehr haben. That´s it. Diese Fakten muss man einfach mal verinnerlichen, was aber für viele schwierig ist, weil Sie noch im Technikdenken des Verbrenner verhaftet sind.

    Und letztlich noch eine rechnerische Binsenweißheit, die sich aber viele nicht vergegenwärtigen. Es mag Naturen geben, für die ein Akku mit SOH 95% unbrauchbar ist und damit das gebrauchte BEV. Aber was heißt das in der Praxis. Ein i4 mit einer sehr realistischen Reichweite von 400km liefe mit diesem SOH nur noch 380km. Meine Güte ist das schlimm ... ich bin im Aussendienst tätig und fahre viel und kein Mensch fährt 400km und auch nicht 380km am Stück. Schon aus persönlichen Sicherheitsgründen sollte man das nicht tun. Ein solcher Unterschied wir din der Praxis faktisch nicht wahrnehmbar sein.

    Bei manchem beschleicht mich das Gefühl, daß erwartet wird, wenn man ein Gebrauchtfahrzeug mit 100tkm kauft müßte der wie ein Neuwagen dastehen in allen Belangen ... das kann am Stammtisch dieselbe Diskussion sein wie die Diskussion ob ein Akku mit SOH 99% bereits ein Totalschaden darstellt.