Beiträge von derausserirdische

    Okay interessant, daß der Allrad allein 20% kostet. Das ist für mich überraschend viel ehrlich gesagt. Ist der Allrad permanent an im i4? Erst kürzlich hatte ich einen Bericht gelesen, daß es Allradsysteme gibt, die nur bei echtem Nutzen den Allrad zuschalten und ansonsten auf einer Achse antreiben um Energie zu sparen. Dann macht das bei der Differenz der i4 wohl nicht. Ist ja auch ein älteres Konzept muss man sagen.

    Grundsätzlich bezog ich mich aber nicht nur auf deinen Bericht, der ganz interessant war. Es gibt viele Berichte hier und in anderen Foren wo sich Leute auf einen hohen Verbrauch berufen. Wenn ich so auf die Jahrzehnte der Beobachtung z.b. den Autobahnen zurückblicke, denke ich mir oft bei der Fahrweise einiger, daß die mit ihrem Tankwart ein besonders gutes Verhältnis haben, da sie alles tun um den Verbrauch zu maximieren ohne auch nur eine Sekunde früher am Ziel zu sein. Wenn man mit solchen Fahrern spricht glauben die nahezu immer, daß sie alles zum Sprit sparen tun.

    Sind wir doch ehrlich die meisten oder zumindest sehr viele wissen doch nicht einmal näherungsweise wie man Energie / Sprit spart ohne jedwede Komforteinbuße. Und die wollen das auch nicht, denn man müßte ja geliebte Gewohnheiten ändern und der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Und man muss auch sagen das Thema wird im Autosektor auch erst richtig seit den immer populäreren BEV´s intensiv diskutiert. Und auch nur deswegen, weil Reichweite seither oder noch ein echtes Thema ist.

    Hat sich früher bei einem Verbrenner jemals jemand die Reichweitenangabe in den Datenblättern angeschaut oder ist der Wert überhaupt drin gestanden. Die Verbrenner Marketer haben ja erst seit Beginn der E-Mobilität dieses Argument für sich entdeckt. Aber ich schweife ab.

    Ich glaube jedenfalls, daß die vielen Verbrauchsausreißer nach oben hier und anderswo sehr viel mit der persönlichen Fahrweise zu tun hat. Wenn jemand sagt, daß ist mir egal ich will Spaß, dann okay. Aber sich über den Verbrauch des i4 zu beschweren ist Quatsch. Der ist ziemlich gut für die Klasse besonders im Hinblick auf den Entwicklungsstand bezogen von vor etwa 8 oder 9 Jahren wo der i4 rauskam.

    Mal zum Vergleich meine Werte für Januar 2026. Letzten Monat habe ich 975km bei 60 Fahrten absolviert. Also hauptsächlich Kurzstrecken. Ich war nicht so viel auf der Autobahn unterwegs wie Du Sammy. Der Verbrauch dabei war 20,5kWh/100km. Gestern bin ich etwa 90km gefahren davon ca. 60km Autobahn, Verbrauch um die 20kWh/100 und wenn es ging Tempomat 150-160. Temperatur war so um die 0°C oder knapp darüber.


    Ich fahre praktisch ausschließlich in ECO PRO individual, gönne mir aber auch mal die gute Beschleunigung des eDrive40 Antriebs, die nicht ganz so explosiv ist wie beim M50, aber mehr als ausreichend ist das trotzdem noch.

    Wenn es kalt ist wird der Innenraum großzügig vorkonditioniert wie gestern, aber nicht immer aus dem Bordakku, ab und an hängt der i4 noch an der WB zu diesem Zweck.

    Den i4 habe ich Mitte April 2025 bekommen und in 2025 habe ich einen Schnitt von 17,7kWh/100km gehabt bei etwas über 10000km in diesen achteinhalb Monaten. Allerdings auch mit wenig BAB Anteil so um 20%-25%.

    Hier wird von Verbräuchen von 28kWh und mehr berichtet, aber so recht verstehen kann ich das nicht wie man das hin bekommt. Ich habe bislang in keiner einzigen Fahrt auch nur nahe 28kWh/100 erreichen können. Klar könnte ich mich auf die BAB setzen und dann digital Vollgas geben wo es nur geht, dann schaffe ich das vermutlich auch. Selbst kasteien tu´ ich mich aber auch nicht um den Verbrauch zu erreichen wie beschrieben. Gefahren wird mit dem i4 wie mit all den Verbrennern in meinem Aussendienstleben, wo ich so grob geschätzt 1,5Millionen km abgespult habe.

    Erklärungen für diesen großen Spread im Verbrauch könnten sein:

    1.) Entweder an meinem i4 (BJ 2025, Stand vor der Änderung des Endstufendesigns) ist irgendetwas anders wie an Fahrzeugen, die einen sehr viel höheren Verbrauch haben.

    2.) Diejenigen mit einem Verbrauch deutlich über 25 oder gar 28kWh/100 fahren überwiegend Autobahn und das recht schnell mit wenig DAP und vielen Pedalbewegungen.
    3.) Oder es wird einfach ineffizient gefahren auch wenn der Fahrer denkt es wird effizient gefahren.
    4.) Es wird ein sehr ungünstiges Fahrprofil absolviert. Aber ich fahre auch viel im Schwarzwald wo es rauf und runter geht.

    5.) Es wird zu wenig und mit der falschen Strategie der wirklich gute DAP des i4 genutzt. Es wird ohne den DAP einfach zu viel am Pedal gespielt vielleicht auch unbewußt oder einfach aus "schlechter" Gewohnheit. Z.B. wie viele es tun auf der BAB bei Geschwindigkeitsbegrenzungen.


    Mein Verbrauch strengt mich in keinster Art und Weise an und ich bin kein Verkehrshindernis. Im Gegenteil ich würde ab und an eher noch etwas zügiger fahren wollen, was aber der Verkehr oft nicht zuläßt. Die BMW Statistik sagt, daß es viele gibt, die noch effizienter fahren als ich das mache. Auch ich könnte noch einen niedrigeren Verbrauch erzeugen, wenn ich wirklich über Effizienz und Verbrauch nachdenken würde. Aber so macht mir der i4 dann keinen Spaß mehr und ich will mich auch nicht mit Zwang zum Verbrauch verändern. Es wird wie mit den Verbrennern gefahren kein Stück anders, fertich.

    Solange ich hier mitlese sehe ich immer wieder mal Kommentare über sehr hohe Verbrauchsangaben und verstehe das einfach nicht wie man dort hinkommen kann außer wenn man 80% Autobahn fährt und dort grundsätzlich Stoff gibt und ständig am Pedal spielt. Für mich ist der i4 als sparsam zu bewerten und man liest von so manchem Kleinwagen BEV auch keine besseren Verbräuche wie ich es beim i4 erlebe.

    Einmal hab eich sogar die WLTP Angabe von 579km thearetisch fast erreicht. Im Sommer habe ich noch nie unter 400km Reichweite erlebt, meistens liege ich zwischen 450km - 500km Reichweite oft über 500km. Im Winter sind es etwa 100km oder etwas mehr weniger.

    Diejenigen die sich über einen hohen Verbrauch beschweren sollten ihre Fahrweise einfach überprüfen oder haben in der Konfiguration einfach alles gewählt was Energie kostet. In der Zwischenzeit glaube ich auch, daß der Einfluß der Felgen für den Verbrauch größer ist als ich es erwartet hätte.

    Der zusätzliche 400V Wandler kostet neben Aufpreis auch Reichweite - 10km beim CLA SB (https://jesmb.de/31249/).


    Würde ich persönlich deshalb nicht mal kostenlos dazu bestellen für die paar Säulen (wer viel damit ins betroffene Ausland will, sieht das anders anders mglw. wie schon diskutiert)

    10km Reichweite sind so wichtig wie der Sack Reis in China, der grad umfällt ... meine Güte das Reichweiten Erbsenzählen nimmt schon seltsame Züge an inzwischen.

    Ob der CLA nun 750km oder 760km WLTP oder real vielleicht 600 oder 610 km bei einem 100% Hub weit fährt ist sowas von unwichtig ... sorry ich konnte nicht mehr anders.

    Das hört sich gut an mit den 800V Ladern. Wie gesagt wenn dem so ist, daß die überwiegende Anzahl, sagen wir mal 80% aller HPC 800V fähig sind, dann würde ich für mich urteilen den 400V Wandler wegzulassen.

    Sollte aber bereits im nahen Ausland / Europa das nicht der Fall sein, dann muss ein 400V Wandler rein für mich zumindest. Da würde ich kein Risiko eingehen wollen. Für mich ist aktuell zumindest ein 400V Wandler ein Muss. Wer das weglassen will kann das tun. Ich würd´s jedenfalls in den nächsten 3 Modelljahren nicht weglassen wollen. Und dann kann man wieder scannen wie die 800V Ausbau in Europa ist. Und sollte ich ein gebrauchtes BEV kaufen wollen wäre ein Modell ohne 400V sofort das KO Kriterium zumindest in den nächsten Jahren.

    Natürlich bleibt zu hoffen, daß bald überall 800V HPC´s stehen statt welche, die nur den 400V Markt abdecken. Ich glaube dennoch im Moment zumindest ist ein 400V Wandler im BEV unverzichtbar. Während ich für 22kWac Wandler nach wie vor keine echte Notwendigkeit sehe. Wer will mit 22kW laden, wenn ein paar Strassen weiter der HP-Charger steht egal ob mit 400V oder 800V. Und zu Haus haben wohl die wenigsten PV-Anlagen, die auch nur annähernd 22kW Überschuß leisten, mal abgesehen von der Zeit, die man hat beim Heimladen.

    Wenn das so ist, daß die meisten HPC Lader bereits jetzt 800V Ladefähig sind, dann ist in der Tat ein 400V Wandler im Fahrzeug auch nicht notwendig. Das muss man sich zum Zeitpunkt des Kaufs nochmals anschauen. Danke für den Hinweis. Wie findest Du heraus welche Lader 800V fähig sind? Nur über eine Navi App? Oder gibt es einen offiziellen Infopunkt? Kann man das an der Ladesäule selbst sehen?

    Das mit der "toten Infrastruktur" sieht MB wohl genauso 😉. Denn mit der einzigen prominenten Ausnahme von Teslas Superchargern sind fast alle >50 und praktisch alle HPC oberhalb von 100kW auch 800V Ladesäulen.

    Aber nur neue HPC´s, die älteren sind nur 400V. Und wie schnell auf 800V umgerüstet wird kann man sich bei der Ladeinfrastrukturausbau Geschwindigkeit ja denken. Und wie schnell ältere 400V Dc Charger irgendwo in der Wallachei z.B. in Italien oder anderen südlichen Urlaubsländern getauscht werden steht auch noch Jahre in den Sternen.

    Das ist auch der Grund warum gerade MB inziwschen für seine Modelle einen 400vdc Wandler leider nur als Extra anbietet. ICh würde bei einem Neukauf gerne auf den 22kWac Wandler und den 400Vdc Wandler verzichten, aber beim 400Vdc Wandler ist da die nächsten Jahre zumindest noch Vorsicht geboten.

    Wenn es genug 50kW Lader gibt mache ich das gerne, so lange im Umkreis oder in Innenstädten aber mehr 22kW Lader sind ist das mehr Mittel der Wahl. Denn sobald ich extra zum Laden fahren muss nervt mich das BEV nur ausser auf Langstrecke.

    Ich fahre auch schon nicht mehr zu 50kW Lader. Ist mir auch zu langsam sollte denn einmal eine externe Ladung notwendig werden. Wenn der Lader nicht wenigstens 100-150kW kann ist das für mich tote Infrastruktur. Erstaunlicherweise find eich in der Gegend genug bei uns und wir wohnen auch auf´m Land. Hier gibt´s Lader bis 400kW ... und ich finde das nicht nervend mit dem BEV.

    Ich will da jetzt gar keine Off-Topic-Diskussion daraus machen, aber ich bin überzeugt davon dass Leute wie du in wenigen Jahren am 50kW- oder HPC-Lader am Supermarkt laden statt sich irgendwo für einen höheren Preis an einen AC-Lader zu hängen, wo man erstmal sein eigenes Kabel auspacken muss.

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Wenn ich einen AC Lader mit 22kW irgendwo suche und dann vor allem das unpraktische Kabel raus gruschteln muss dann fahr eich lieber ein paar Minuten an einen gescheiten HPC. Schon allein wegen dem Komfort mit dem am Lader angebrachten Kabel.

    Ich sehe 22kWac für ein paar ganz wenige Spezialfälle, die nur sehr wenig Leute haben. UNd ja genau für Stammtischnutzer, die auf Nummer sicher gehen wollen und das Feature dann doch nicht nutzen ... genau so ist es.