Du versuchst es ins Lächerliche zu ziehen, aber die Fakten sind klar: Ganzjahresreifen sind bei Hitze schlechter als billig-Sommerreifen.
Ganz ehrlich was für eine überholte Aussage. Schon lange sind gute GJR im Sommer nahezu mindestens allen Billgreifen ebenbürtig manchen sogar überlegen. Selbst die Klasse Semperit, Firestone, etc. muss schon kämpfen den besten GJR Paroli zu bieten. Das was Du sagst war vor 10 oder 20 Jahren vielleicht noch so. Ist aber schon seit Jahren nicht mehr so.
Du repräsentierst das Lager SR / WR, aber es gibt zahlreiche Nutzer für die ein GJR die bessere Wahl sind. Wie ein Vorredner aus Österreich schon sagte, würde ich in den Alpen auch SR + WR fahren wollen statt GJR. Wo ich wohne (Nordschwarzwald) haben wir praktisch keinen nennenswerten Schnee mehr und selbst im Schwarzwald ist vielleicht an 4-5 Tagen eine Schneedecke. Und selbst an diesen Tagen kommt jeder mit einem GJR sicher durch.
Da kann man sehr gut auf einen Sommer orientierten GJR gehen eben weil die Qualität in den letzten Jahren enorm zugelegt hat. Deshalb haben die schon fast ein Drittel Marktanteil - zurecht. Es gibt diverse GJR, die ihre Stärke im Sommer haben z.B. Continental, Pirelli, ... (der Michelin ist der beste im Übrigen im Winter nicht im Sommer) es mag noch den ein oder anderen geben. Die Trockenbremswerte des Pirelli ziehen sogar mit einigen nicht Premium SR gleich.
Du vergisst, daß es erheblich auf das Fahrprofil, die Region und allgemein auf den Use Case ankommt. Die Frühzeit der GJR ist lange beendet, die Teile haben einen enorm hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandard erreicht. Dann kommt noch dazu, daß Du anscheinend ein Rennfahrer bist, der alles rausholt in jeder Ecke was geht um in jeder Minute die Limits auszutesten. Denn sonst merkt ja kein normaler Fahrer überhaupt noch einen Unterschied.
Und selbst wenn ein Reifen verglichen mit einem anderen von einem Profi Bremser mit 32m vs 34m getestet wird, so werden wohl 90% der Normalfahrer weder den einen noch den anderen Reifen an diese Testlimits heranbringen können.
Durch die Entwicklungen insbesondere der letzten 5-10 Jahre sind zwei Radsätze für Flachlandindianer eher eine rhetorische oder auch Glaubensfrage geworden. Für Alpenbewohner oder besondere Use Cases, z.B. Aussendienst mit hohen Laufleistungen, die eindeutig die Verwendung von zwei Radsätzen als sinnvoll erscheinen lassen, da mögen zwei Radsätze richtig sein. Ich habe noch zwei Radsätze, werde aber beim nächsten Wechsel auf gute GJR umsteigen.
Dazu kommt noch, daß bei kleineren Fahrleistungen von 10tkm vielleicht sogar 15tkm zwei Reifensätze soweit altern, daß der Vorteile insbesondere bei den WR schnell beim Teufel sind. Sind diese nämlich hart unabhängig vom Profil und Auslegung, dann kann man auch Holzräder aufschnallen im Winter. Ich habe die letzten WR gewechselt nicht weil sie abgefahren waren, sondern weil sie sechs Jahre alt waren. Ein Vorredner hat sehr richtig erwähnt, daß ein weiterer GJR Vorteil ist, daß man sie öfter wechselt. So hat man nicht nur immer frische Reifen, sondern auch immer die modernsten Weiterentwicklungen drauf. All das muss überlegt sein.