Blockiergebühren bei ladeoptimierter Route im Roaming

  • Da mag ich dir nur im Ansatz Recht geben. EnBW ist dafür bekannt, absurd hohe Preise im Roaming zu verlangen, um die Leute in die eigenen Tarife zu drängen. Deswegen wird ja häufig dazu aufgerufen, EnBW zu boykottieren, weil sie die „schädlichste“ Preispolitik der großen deutschen Ladeanbieter betreiben. Ich würde mich mal soweit aus dem Fenster lehnen zu behaupten, dass EnBW im Roaming schon nach 30 Minuten Blockiergebühren nimmt.

    Im Dezember haben sie die Preise gesenkt, damit werden ihre Tarife durchaus attraktiv, aber die Sabotage von Roaming ist halt härtester Ellbogenkampf.


    Natürlich kann man argumentieren, dass Tesla auch nicht am Roaming teilnimmt, aber da kann ich historisch noch darüber hinwegsehen.

    i4 M50 Alpinweiß & Leder Tartufo - M Sportpaket Pro, DAP, Harman Kardon uvm.

  • Ich würde mich mal soweit aus dem Fenster lehnen zu behaupten, dass EnBW im Roaming schon nach 30 Minuten Blockiergebühren nimmt.

    Falls dem so wäre, dann wäre es noch beeindruckender, dass EWEgo dennoch erst nach 4 Stunden welche berechnet, wenn man bei EnBW mit der EWEgo-Karte lädt.

    Natürlich kann man argumentieren, dass Tesla auch nicht am Roaming teilnimmt, aber da kann ich historisch noch darüber hinwegsehen.

    Tesla ist halt irgendwie das Apple im Automobilbereich. Hauptsache anders und möglichst inkompatibel mit anderen Unternehmen im Sektor.

    Wobei ich den Ansatz bei den Ladesäulen von Tesla durchaus ok finde, es ist ziemlich pragmatisch gelöst für potenzielle Kunden. Entweder du nutzt die App von Tesla und zahlst die dort aufgerufenen Preise oder lässt es sein, da gibt's keinen Weg drumherum.

  • Da mag ich dir nur im Ansatz Recht geben. EnBW ist dafür bekannt, absurd hohe Preise im Roaming zu verlangen, um die Leute in die eigenen Tarife zu drängen. Deswegen wird ja häufig dazu aufgerufen, EnBW zu boykottieren, weil sie die „schädlichste“ Preispolitik der großen deutschen Ladeanbieter betreiben.

    Wie sagt ein bekannter YouTube-Kanalbetreiber immer: „EnBW, die Totengräber der E-Mobilität - nur persönliche Meinung.“

    Die Preise im Active-Tarif sind dort absurd und völlig inakzeptabel. Unsere Familie meidet EnBW völlig.

    i4 eDrive40, LCI, M-Sportpaket, DAP, M Portimao Blau metallic

  • Wobei ich den Ansatz bei den Ladesäulen von Tesla durchaus ok finde, es ist ziemlich pragmatisch gelöst für potenzielle Kunden. Entweder du nutzt die App von Tesla und zahlst die dort aufgerufenen Preise oder lässt es sein, da gibt's keinen Weg drumherum.

    Bei den v4-Ladern kann man auch ohne App AdHoc mit Kreditkarte zahlen.


    Genau genommen hat EnBW übrigens 2 Dinge für uns verkackt, nicht nur 1:

    1. Roaming-Gebühren des Todes, brutale Konditionen für Fremdlader, außerdem schnelle Blockiergebühr im Roaming -> 100 Ladekarten, damit man überall laden kann, Roaming kaum noch relevant

    2. Blockiergebühren über Nacht! Davor hatte fast jeder Blockierzuschläge nur bei Tag, so auch die BMW-Karte. Dann kam die EnBW und meinte, dass man die Ladesäulen ja immer für Notfälle parat haben muss:

    Seitdem gibt es so gut wie keine Karten mehr, wo man über Nacht laden kann, was das AC-Laden in meinen Augen einfach getötet hat.

    Bevor ich nachts um halb 1 nochmal zum Auto lauf um abzustecken und umzuparken, fahre ich lieber morgens kurz zum Schnelllader und hol mir währenddessen Frühstück oder lade auf dem Weg zum Hotel nochmal 10 MInuten un checke Insta/Mails/Forum.


    Für mich zwei gute Gründe, weiterhin EnBW - obwohl sie mit das beste Netz haben - zu boykottieren. Gut möglich bzw. sogar wahrscheinlich, dass diese Schritte sonst jemand anders gemacht hat, nur wars halt EnBW, und das gefühlt auch "ohne Druck". Und das nehm ich ihnen übel.

  • 2. Blockiergebühren über Nacht! Davor hatte fast jeder Blockierzuschläge nur bei Tag, so auch die BMW-Karte. Dann kam die EnBW und meinte, dass man die Ladesäulen ja immer für Notfälle parat haben muss:

    Ja gut, bei EnBW verstehe ich das irgendwie, EnBW betreibt selber nahezu ausschließlich Schnelllader und da macht es schon Sinn, dass da niemand über Nacht stehen bleibt. Ansonsten hast du aber Recht, AC-Laden mit Blockiergebühren macht einfach keinen Sinn.

    Für mich persönlich ist EnBW allerdings die erste (und einzige) Wahl, da ich sowieso fast ausschließlich bei EnBW mein Auto lade und entsprechend auch bei weiteren Strecken (was selten vorkommt) immer schaue, dass ich eine EnBW Säule nutzen kann

  • Ja gut, bei EnBW verstehe ich das irgendwie, EnBW betreibt selber nahezu ausschließlich Schnelllader und da macht es schon Sinn, dass da niemand über Nacht stehen bleibt. Ansonsten hast du aber Recht, AC-Laden mit Blockiergebühren macht einfach keinen Sinn.

    Ich spreche schon vom AC-Laden. Blockiergebühren nachts gab es davor schon bei Schnellladern, nur bei AC-Ladern hat die EnBW ebenfalls damit angefangen. Ich hab davor immer wieder an EnBW-Ladepunkten geladen, häufig waren die auf Reisen in der Nähe vom Hotel. Aber gerade wenn es dann so 2-3 km zu laufen waren, war die Blockiergebühr über Nacht dann eben einfach Müll, gerade wenn man spät angekommen ist.

  • Das Problem mit dem Roaming ist halt der „Customer Lock-In“. Ganz ehrlich, der EnBW-Tarif für 11,99 Euro und dann 39ct. am Schnelllader ist für Vielfahrer durchaus attraktiv. Kaum teurer als Ionity, aber ein deutlich größeres Ladenetz. Aber wenn man den Tarif abschließt, dann versucht man natürlich möglichst nur noch bei EnBW zu laden. Und das ist unschön, weil es das Ladenetz so stark zerstückelt (jeder „kann“ nur einen Teil davon nutzen oder hat 10 Ladekarten).


    In Schweden ist das ganz interessant, dort gibt es sehr viele Anbieter, die sich zwischen 40 und 50ct. bewegen, damit kann man sehr viele Ladeanbieter nutzen. Aber trotzdem muss man ja für jede potentielle Ladesäule nach dem Preis schauen, müsste die ganzen interessanten Anbieter dann bei BMW als bevorzugte Anbieter hinterlegen. Letztlich könnte BMW für eigene (BMW Charging) Ladekunden eine „optimierte Route“ anbieten: irgendwo zwischen schnellster und günstigster Route kann man sich dann bewegen: in der Routenübersicht sähe man dann neben der Zeit noch den Preis. Aber ist natürlich, wenngleich technisch möglich, in der Umsetzung äußerst komplex.


    Blockiergebühren über Nacht sind der Todesstoß für AC-Ladesäulen. Aber ich habe jetzt auf 7000km Road-Trip kein einziges Mal AC geladen. Heute wieder: ich könnte über Nacht für 45ct. AC-Laden, aber ich kann auch während des Abendessens für 20ct. bei Tesla laden. Der Preisunterschied ist einfach zu groß, über 10ct. würde ich ja nicht diskutieren. Das einzige was noch gehen kann, sind Angebote des lokalen Energieversorgers - aber damit wird die Auslastung von AC-Säulen nie auf einen grünen Zweig kommen und dann wird es auch keinen Ausbau geben.

    i4 M50 Alpinweiß & Leder Tartufo - M Sportpaket Pro, DAP, Harman Kardon uvm.

  • Ich habe jetzt 2 Ladepartner gefunden, die für AC laden passen:


    1: SMW Stadtwerke München, Ladekarte für 10 €. Gilt in allen Städten die am Ladenetz beteiligt sind. Mit der Karte lade ich für 49 Cent/kWh ohne Blockiergebühr. Habe diese Woche in Hamburg über Nacht geladen.


    2. futurego; http://www.futurego.cz, Sitz in Tschechien, APP und Internet nur in Englisch oder CZ. AC laden für 45 Cent/kWh, Blockiergebühr nach 8 Stunden. Hab ich diese Woche mehrfach in Würzburg und Flensburg eingesetzt.

    BMW I4 eDrive35, Saphirschwarz metallic, seit 28.04.23

  • Das Problem mit dem Roaming ist halt der „Customer Lock-In“. Ganz ehrlich, der EnBW-Tarif für 11,99 Euro und dann 39ct. am Schnelllader ist für Vielfahrer durchaus attraktiv. Kaum teurer als Ionity, aber ein deutlich größeres Ladenetz. Aber wenn man den Tarif abschließt, dann versucht man natürlich möglichst nur noch bei EnBW zu laden. Und das ist unschön, weil es das Ladenetz so stark zerstückelt (jeder „kann“ nur einen Teil davon nutzen oder hat 10 Ladekarten).

    Dem kann ich nur voll zustimmen. Aber leider nehmen sich die meisten Ladenetzbetreiber da doch alle nichts. Egal ob Ionity, Tesla, Aral, Shell usw. Alle Arbeiten daran die Kunden zu binden, deshalb sehen wir jetzt auch wie es mehr und mehr zur Oligopolbildung kommt.

    Größere Ausnahmen sehe ich aktuell nurnoch bei TEAG und Jet. Aber mit 49 cent/kwh ist das ehr für gelegentliches Auswärtsladen interessant, ab 120kwh ist der Tarif von EnBW günstiger.

    Und dann kommt noch dazu das man Säulen von EnBW, Ionity oder auch Tesla jeweils viel häufiger findet als Ad-Hoc Lademöglichkeiten zu dem Preis. Hier muss halt jeder schauen was für ihn persönlich am günstigsten ist.

    Aber schauen wir mal, vielleicht kommt da ja noch was von anderen. Speziell für Fahrer ohne private Lademöglichkeit und setzten so die großen Betreiber unter Druck. Aldi Süd z.b. fängt jetzt wohl an "Lade Hubs" zu Bauen.

    Aldi Süd plant „E-Ladehubs“ - electrive.net
    Mit günstigen Schnellladepreisen hat sich Aldi Süd einen Namen gemacht. Allerdings gibt es bisher meist nur eine Ladesäule je Filiale. Das soll sich künftig
    www.electrive.net

    BMW i4 M50 (Bj. 03/2023) - Seit November 2025

    Durchschnittsverbrauch Nov-Dez 2025: 24,6 kWh/100km (My BMW App)