Beiträge von Genesis92

    2. Blockiergebühren über Nacht! Davor hatte fast jeder Blockierzuschläge nur bei Tag, so auch die BMW-Karte. Dann kam die EnBW und meinte, dass man die Ladesäulen ja immer für Notfälle parat haben muss:

    Ja gut, bei EnBW verstehe ich das irgendwie, EnBW betreibt selber nahezu ausschließlich Schnelllader und da macht es schon Sinn, dass da niemand über Nacht stehen bleibt. Ansonsten hast du aber Recht, AC-Laden mit Blockiergebühren macht einfach keinen Sinn.

    Für mich persönlich ist EnBW allerdings die erste (und einzige) Wahl, da ich sowieso fast ausschließlich bei EnBW mein Auto lade und entsprechend auch bei weiteren Strecken (was selten vorkommt) immer schaue, dass ich eine EnBW Säule nutzen kann

    Ich würde mich mal soweit aus dem Fenster lehnen zu behaupten, dass EnBW im Roaming schon nach 30 Minuten Blockiergebühren nimmt.

    Falls dem so wäre, dann wäre es noch beeindruckender, dass EWEgo dennoch erst nach 4 Stunden welche berechnet, wenn man bei EnBW mit der EWEgo-Karte lädt.

    Natürlich kann man argumentieren, dass Tesla auch nicht am Roaming teilnimmt, aber da kann ich historisch noch darüber hinwegsehen.

    Tesla ist halt irgendwie das Apple im Automobilbereich. Hauptsache anders und möglichst inkompatibel mit anderen Unternehmen im Sektor.

    Wobei ich den Ansatz bei den Ladesäulen von Tesla durchaus ok finde, es ist ziemlich pragmatisch gelöst für potenzielle Kunden. Entweder du nutzt die App von Tesla und zahlst die dort aufgerufenen Preise oder lässt es sein, da gibt's keinen Weg drumherum.

    Aber über BMW Charge ab 30min Blockiergebühren zu nehmen und von Direktkunden erst ab 4h finde ich schon wieder frech und macht EnBW direkt nochmal unsympathisch. Ehrlicherweise sollte auch das unzulässig sein.

    Da kann EnBW nichts für, das hat BMW selbst so festgelegt. Im Roaming gelten schließlich immer die Bedingungen des eigenen Anbieters und nicht des Betreibers der Ladesäule. EWEgo hatte bis vor ein paar Monaten auch im Roaming keine Blockiergebühren verlangt, da das zu viele Leute ausgenutzt hatten um ihr Auto über Nacht an der Ladesäule stehen lassen zu können, haben sie es dann auf 4 Stunden im Roaming begrenzt.

    Wie auch immer, BMW ist da selbst voll verantwortlich für die unterirdischen Konditionen bei ihren Tarifen. Da ist es oft wahrscheinlich schlauer einfach Adhoc zu laden als die BMW-Karte zu nehmen oder alternativ die Karte von EWEgo zu nehmen, die kostet auch nichts und hat wenigstens Festpreise von 52 an eigenen Säulen und 62ct im Roaming. Da gibt's dann auch keine bösen Überraschungen.

    Alles klar oder :/

    Die Formel selbst ich schon stark vereinfacht dargestellt, da z.B. der Einfluss von Temperatur und Wetter, sowie andere Faktoren, die den Verbrauch beeinflussen können weggelassen wurden. Wobei ich persönlich die Berechnung etwas anders angehen würde, da der Faktor Zeit von Natur aus positiv ist und die Formel dadurch zwingend stetig macht es zwar definitiv Sinn die erste Ableitung zu verwenden, aber um zu prüfen ob irgendwo im Bereich zwischen 0 km/h und Höchstgeschwindigkeit des Autos ein relativer oder absoluter Tiefpunkt für den Zeitaufwand in Abhängigkeit von einer bestimmten Strecke besteht, könnte man die 2. Ableitung nutzen und dort nach 0-Stellen suchen. Falls vorhanden, könnte man dann den gefundenen Wert in der ersten Ableitung einsetzen und schauen was rauskommt, da ja aus der Logik heraus diese Stelle ein Tiefpunkt sein muss, weil der Limes der Funktion gegen +0 km/h unendlich ist. Wobei dabei immer zu beachten wäre, dass das Ergebnis immer nur für bestimmte vorher festgelegte Ladehübe/Ladezeiten gelten würde. Der optimale Ladehub lässt sich aber freundlicherweise vorher berechnen, nur darf man da dann nicht vergessen eine Zeitspanne zu definieren, die notwendig ist, um einen Ladevorgang überhaupt machen zu können, da das Ergebnis sonst gegen 0 gehen würde, also quasi 0% laden in 0 Sekunden. Ansonsten wäre noch die Möglichkeit die Strecke nicht vorher festzulegen und quasi ein T von S von v zu bilden, aber dann wirds kompliziert.😉

    Hoffe das hat es jetzt nicht noch unverständlicher gemacht.😅

    Ob ich das der KI glaube? Aber ich habe nur einen i35 und der ist nicht das Schnellladewunder ...

    Wenn man das rechnerisch betrachtet könnte es schon hinkommen. Etappenweise gerechnet würde man von 100% Akku ausgehend bei 180km/h in 1,5h ca. 270km weit kommen bis man laden müsste, da würde ich dann aus Optimierungsgründen nur bis 50% laden, was dann ca. 15 Minuten dauert. Dadurch würden die nächsten Etappen nach dem selben Schema jeweils 45 Minuten Fahrzeit für weitere 135km Strecke sowie 15 Minuten Ladezeit enthalten, sprich einen Schnitt von 135km/h erreichen. Das heißt, selbst unabhängig der ersten Etappe mit vollem Akku sowie selbst ohne Ladezeit wäre dennoch eine Fahrgeschwindigkeit von über 135km/h zwingend notwendig, um überhaupt schneller ankommen zu können.

    Es müssen in meinen Augen 2 Faktoren zusammenkommen:

    a) der Strom muss günstig eingekauft werden (das sollte auch in Deutschland mit dynamischen Einkaufspreisen möglich sein)

    b) es muss die „Gefahr“ bestehen, dass Leute den Ladevorgang sonst bei der Konkurrenz durchführen

    a) dürfte langfristig sicherlich irgendwann möglich sein

    b) wird noch sehr, sehr lange dauern, da dafür ja erstmal flächendeckend viele Ladesäulen verschiedener Anbieter an den selben Standorten nötig wären und zusätzlich auch noch Ladetarife als solches nicht mehr existieren dürften, ebenso müssten dann auch Dinge wie Autocharge oder Plug&Charge an allen Ladesäulen unabhängig der Anbieter funktionieren, da sonst wieder der Faktor Bequemlichkeit bzw. Umständlichkeit für das Starten des Ladevorgangs als zusätzliche Hürde da wäre.

    Gibt es eigentlich einen Anbieter der attraktive Marktpreisorientierte dynamische Ladetarife anbietet, Tesla zu teuer. Shell Recharge nur mit Grundgebühr und dafür erst recht zu teuer?

    Bzw. wäre das doch ne Win/Win Situation oder hab ich was verpasst?

    Im Prinzip wäre das eher eine Win/Lose Situation. Der Kunde hätte zwar gelegentlich günstigere Preise, aber dafür entgehen den Anbietern genau dann zusätzliche Gewinne, die sie dringend brauchen um ihre Kosten für den Ausbau der Infrastruktur zu decken.

    Aus finanzwirtschaftlicher Sicht betrachtet hätte es auch noch andere Nachteile für die Betreiber, speziell diejenigen, deren Mutterkonzern (z.B. EnBW oder Eon) selbst als Kraftwerksbetreiber oder Stromanbieter tätig sind. Im aktuellen System können sie ihren Tochterfirmen Festpreise für den Strombezug verrechnen, was für diese eine relativ einfache und sichere Kalkulation ermöglicht, während das Preisrisiko auf den Mutterkonzern übertragen wird. Mit etwas "kreativer" Steueroptimierung lassen sich auf diese Weise auch zusätzliche Gewinne erwirtschaften. (Das zu erklären, wie es genau funktioniert wäre etwas langwierig und Off-Topic, deswegen lasse ich das an dieser Stelle mal weg).

    Für kleinere Anbieter, Anbieter ohne eigene Kraftwerke sowie Betreiber einzelner Kraftwerke (PV oder Wind) schaut die Sache dagegen anders aus, diese könnten mit dynamischen Preisen ohne nennenswerte Nachteile arbeiten bzw. auch Vorteile davon haben, da sie entweder den Strom über den Spot-Markt einkaufen können oder im Falle der einzelnen Kraftwerksbetreiber über diesen verkaufen und ihre Ladesäulen dabei als zusätzliche Einnahmequelle nutzen können.

    So oder so ist es dennoch immer eine Frage der persönlichen Präferenz, welches System besser ist. Festpreise haben den Vorteil, dass man sich keine Gedanken darüber machen muss wann man sein Auto lädt, was ja meist keine Frage des Wollens sondern eher des Müssens ist. Dynamische Preise hätten den Vorteil, dass es in Summe günstiger kommen kann, wenn man regelmäßig die Wahl hat zu welcher Uhrzeit oder Wetterlage man sein Auto lädt.

    Ich persönlich bevorzuge Festpreise, auch beim Hausstrom, da ich einerseits keine Lust habe meinen Stromverbrauch zu planen und andererseits speziell beim Laden auch gar keine Möglichkeit dazu, da ich nicht Zuhause laden kann.

    So grob geschätzt dauert es ca. 10-15 Minuten nach Fahrtbeginn bis der i4 den Akku weit genug aufgeheizt hat bei kaltem Wetter. Zumindest kommt mir das so vor, wenn ich das Sinken des Akkustands auf dem Arbeitsweg beobachte. Auf den ersten paar Kilometern fällt er relativ schnell, danach dann ähnlich langsam wie bei warmen Temperaturen.