BMW i4 Ganzjahresreifen / GJR / Allwetterreifen Erfahrungen und Bilder

  • Nein, stimmt nicht: unter 12,5 Grad bei Nässe bremsen GJR besser....da wird der Bremsweg von SR deutlich schlechter - DEINE Grafik ;o)

    Du wählst deine Informationen sehr selektiv aus. Wer lesen kann, ist im Vorteil:

    Deswegen: fahren auf Sicht.....oder halbe Sicht - je nach Situation.
    Korrekt, aber als langjähriger Motorrad und RR-Fahrer kenn ich das - sonst würde ich hier keine Zeile mehr schreiben können ;o)

    Hilft halt nichts, wenn jemand seitlich kommt oder vor dir auf der Autobahn rauszieht. Hatten wir auch schon besprochen. Da muss man nicht sonderlich intelligent sein, um das zu realisieren, oder?

    Nicht ganz, je nach Gummimischung kommen die erst bei 80° ins Arbeitsfenster, aber von denen hast du ja geschrieben, das Deine Reifen in den temp. Bereich kommen.

    Das machen Autoreifen im Sommer auf der Autobahn. Das streitest du ja nicht ab. Und was denkst du, wie gut deine Ganzjahresreifen dann bremsen? Bei den Geschwindindigkeiten? Und wie bekommst du deine Semis auf Temperatur?

  • Dann versuche ich das mal.

    Ich fahre seit km-Stand 2500, also 3 Wochen nach Auslieferung, die Michelin CrossClimate2 GJR, bei km-Stand 42.000 hatte ich sie gegen einen neuen Satz des selben Typs getauscht, den ich bis heute km-Stand etwas über 60.000 fahre. Meine Erfahrungen sind durchwegs positiv, egal ob Sommer, Winter, Regen, Schnee oder Sonne, die Reifen machen was sie sollen, kein Rutschen, kein Durchdrehen beim Beschleunigen, guter Grip in Kurven, auch bei hohen Geschwindigkeiten. Auch der Verbrauch des Autos ist durch die Reifen das ganze Jahr über ähnlich, wenn ähnliche Bedingungen herrschen, in der Monatsübersicht steht bei mir jeden Monat, dass mein Verbrauch niedriger ist als der von 65-75% der anderen i4M50-Fahrer, ob das an den Reifen oder am Fahrstil liegt, kann ich da natürlich nicht sagen. Auch ob die Reifen im Winter auch im Hochgebirge funktionieren würden, keine Ahnung, das kann ich hier in der Umgebung um den Bayrischen Wald nicht beurteilen, hier passt es zumindest.

    Darf ich fragen welche Dimension Du fährst?

    Aktueller Fuhrpark:

    BMW G26 i4 M50, BMW I15 i8 Roadster, BMW I01 i3s, MV Agusta F4, MV Agusta TR

    "Qualität besteht, wenn der Preis längst vergessen ist." (Zitat: Sir Henry Royce)

  • Nachdem die illustre Diskussionsrunde hier langsam endet, möchte ich meine Erfahrungen mit den Continental All Season Contact 2 (mit 245/40R19 98Y XL vorne und 255/40R19 100Y XL hinten) auf meinem i4 M50 teilen:


    Ich fahre die Bereifung jetzt seit Ende September 2025 und bin ganz zufrieden. Fährt sich mMn nicht viel anders als die Reifen, die ich vorher auf meinem 1er BMW gefahren bin, als ich noch SR/WR im Wechsel aufgezogen habe.

    Am Samstag war ich zu einem Fahrsicherheitstraining auf dem Sachsenring, bei dem es hauptsächlich um Bremsen & Ausweichen auf nassen und rutschigen Fahrbahnen ging. Im Vergleich zu den anderen Autos ist auf nur nasser Fahrbahn kein Unterschied feststellbar gewesen. Als es auf den Rutschbelag ging, sind die Fahrzeuge mit GJR immer ein bisschen weiter hinten zum Stillstand gekommen, als die mit reinen WR. Was man aber viel deutlicher gemerkt hat, war das Fahrzeuggewicht. Als einziges E-Auto in meiner Gruppe (und damit auch bei weitem das schwerste Auto) war ich hoffentlich kein allzu abschreckendes Beispiel, da sich der Bremsweg hier bei einigen Übungen zu allen anderen Fahrzeugen fast verdoppelt hat.

    Wie die Reifen sich dann im Sommer verhalten, werde ich erst dann sehen und ggfs. hier nochmal berichten, sobald es wieder wärmer draußen wird.

  • je weniger Haftreibung du hast, desto mehr spielt das Fahrzeug-Gewicht eine Rolle, weil dann selbst der beste Reifen nur wenig dazu beitragen kann,


    kenne ich auch aus den Berechnungen beim Abschleppen,

    wo z.B. wenn sich die Räder drehen du auf einer ebene Asphaltfläche gerade mal 11% des Gewichtes als Zugkraft brauchst,

    ist es aber eine Schotterstraße mit blockierenden Rädern, dann bist du schnell mal bei 60, 70, 80%, wenn dann auch noch ein Gefälle dazukommt, dann noch mehr,


    ist halt immer die Sache mit der Physik, warum kann ich mit einer 5t Winde ein 40t Fahrzeug ziehen ;)


    genau diesen Effekt hast du auf dem Rutschbelag, denn du im Winter bei Schneeglätte oder Eis, bzw. auch in den anderen Jahreszeiten mit Verschlammung, ev. zermatschten Obst oder auch Laub (vor allem nasses) haben kannst

    BMW i4 M50 in tansanitblau 12/2022


    Morgan Plus 8 in british racing-green 04/1994

  • Ich finde auf trockener Straße den Bremsweg vom i4 mit 33m, der ist schon sehr stark, ein wesentlich leichterer Golf GTi braucht da schon 2m mehr...


    Also bei der ganzen Reifen Diskussion hier, allein das Fahrzeug macht schon riesen Unterschiede, ist ein Golf GTI nun also genauso unsicherer wie ein GJR auf dem i4, dass kann ja jeder für sich selbst beurteilen...



    Wir fahren seit genau 11 Jahren Ganzjahresreifen und soviel Schnee wie dieses Jahr habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Ich hatte aber immer da Gefühl sicher unterwegs zu sein...


    Nach dem Eisregen, bin ich prima unsere vereiste Einfahrt hoch gefahren, meine Frau im Leihwagen MINI mit 175er Winterräder ist dagegen fast ins Haus gerutscht 🙈

  • Danke für den Bericht, sehr spannend! Ein fast doppelt so langer Bremsweg ist schon heftig. Eigentlich sollte das Gewicht nicht einen so grossen Einfluss haben. Auf auf nasser Strecke hätten die GJR eigentlich besser abschneiden sollen als die WR, wenn man den Testberichten glaubt.


    francexdrive ; bitte nicht immer fake News widerholen: ein Ganzjahresreifen hat im Sommer 10m+ Bremswegunterschied, wir reden nicht von 2m Unterschied zwischen Automodellen, welcher keine Temperaturabhängigkeit aufweist. Da zu behaupten, ein Golf GTI sei unsicherer im Sommer als ein i4 mit GJR ist grob falsch. Das sind Distanzen, wo es um Leben und Tod gehen kann.