Das Thema ist schon regelmäßig ausdiskutiert worden. Die von dir aufgeführte Produktnorm
a) besagt, dass die 16A für eine Stunde geprüft werden - irgendwann kommt es zu einem thermischen Gleichgewicht, das heißt wenn nach einer Stunde die Temperatur nicht im kritischen Bereich ist, wird es wohl passen (daher macht es immer Sinn, nach einer Stunde mal den Stecker rauszuziehen und schauen wie heiß die Kontakte sind - wenn man sich die Finger daran verbrennt, nicht weiterladen)
b) gibt keine Aussage dazu, dass 10A Dauerlast möglich sind - das wurde einfach irgendwann willkürlich festgelegt, weil es eben keine normative Grundlage dazu gibt
Was heißt, dass man „ein Problem bekommen wird“?
Wenn die Steckdose wegschmilzt, wird einem niemand helfen - die kann man schön auf eigene Kosten ersetzen. Natürlich kann man diskutieren, was passiert wenn das in der Garantiezeit der Steckdose passiert. Das wird bei neuen Steckdosen nur passieren, wenn der Elektriker nicht ordentlich gearbeitet hat. Wenn dir jetzt - hypothetisch - die Hütte abbrennt, wird die Versicherung zumindest in Deutschland zahlen müssen, weil nirgends verboten ist eine Steckdose mit 16A zu belasten. Das wird aber nicht passieren, da die Materialien flammhemmend sind und langsam verschmelzen, bis es zum Kurz- oder Erdschluss kommt und der LS oder FI auslöst. Die meisten Ladeziegel haben darüber hinaus einen Temperaturfühler im Stecker.
Mir ist wichtig zu betonen, dass Schuko-Steckdosen generell kritisch sind. Ich habe im direkten Umfeld zwei Fälle, bei denen sie bei 10A schon weggeschmolzen sind. Wenn sie dauerhaft 10A aushalten, stehen die Chancen auch gut, dass sie 16A aushalten.
Nur deswegen ein Verbot in dem Raum zu stellen, ist aber schwierig.