Beiträge von Sammy

    Das passiert aber eigentlich nur, wenn zu wenig Gewicht auf der Hinterachse ist - der Nachbar hatte sicher Hinterradantrieb (Heckantrieb heißt, dass auch der Motor hinten sitzt - z.B. beim i4, aber auch Käfer, Porsche 911 oder VW-Busse bis zum T3). Da ist die Gewichtsverteilung etwas ungünstig. Wenn man dort im Winter Stahlplatten oder Zementsäcke in den Kofferraum legt, dann kommt man den Berg mindestens genauso gut hoch wie mit Frontantrieb.


    Ich komme auch von einem Fronttriebler - das nervt schon etwas, dass man immer durch die Traktion limitiert ist. Ich wollte auch unbedingt Allrad (ehrlicherweise auch beim nächsten Auto wieder), aber ein elektrischer Heckantrieb (dort kann die Traktionskontrolle viel feiner regeln als beim Verbrenner) ist objektiv betrachtet fast immer ausreichend. Daher fällt das für mich eher unter „haben ist besser als brauchen“.

    Das ist so, allein weil sich beim Lenken (und dadurch Einschlagen der Räder) die Aufstandsfläche nicht reduziert.


    Durchdrehen der Vorderräder ist beim i4 durchaus ein Thema - in der beschriebenen Konstellation (Straße etwas feucht, Gaspedalstellung > 50%) kann er das ganz gut. Das liegt einfach daran, dass durch die hohe Leistung an der Hinterachse die Vorderachse entlastet wird und dadurch nur wenig Leistung übertragen kann.

    Gibt meines Wissens nach keine Geozonen für den Spurwechselassistent, da er in Europa durch die Codierung der Steuergeräte deaktiviert ist.


    Das ist gut für uns, denn wenn BMW gewollt hätte, hätten sie den länderspezifisch für alle Länder Europas deaktivieren können, dann hätten wir keine Chance den zu aktivieren.

    Laut Konfigurator hat ein e40 einen Normverbrauch von 17,1kWh/100km, der M60 liegt bei 20,9. Jetzt wissen wir alle, dass WLTP-Werte das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind - aber sie sind für eine Sache ganz gut: Vergleichbarkeit.


    Die gut 20% Mehrverbrauch gehen teilweise auf die Schleppverluste zurück (ich halte es etwas gewagt, da genaue Angaben zu machen ohne den konkreten Antrieb am Prüfstand gehabt zu haben), teilweise aber auch auf größere Räder, ungünstigere Aerodynamik durch das M-Sport-Paket, mehr Gewicht usw. Da der x40 im WLTP-Verbrauch genau in der Mitte liegt, scheint der Einfluss etwa 50:50 zu sein.

    Leider kann ich das nicht so wahnsinnig gut erklären - das Stichwort ist „Schleppverluste“. Der vordere Antrieb läuft immer mit (was schon mal mechanische Verluste durch Reibung erzeugt). Der i4 hat meines Wissens einen fremderregten Synchronmotor vorne, der auch ohne Erregerstrom einen Restmagnetismus hat (-> Eisenverluste, parasitäre Generatorwirkung).


    Bei vielen anderen Fahrzeugen - inklusive der neuen Klasse - ist das anders, weil dort an der Vorderachse ein Asynchronmotor zum Einsatz kommt, der ein erheblich geringeres Schleppmoment erzeugt. Wobei zum Beispiel der CLA 4matic einen permanenterregten (!) Synchronmotor an Vorder- und Hinterachse hat. In der Theorie ist das ganz schlecht, aber der CLA ist bekannt für die Effizienz seines Antriebsstrangs. Gibt also verschiedene Wege, die nach Rom führen.

    Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Leistung haben beide genügend - ganz ehrlich, wenn das Fahrzeug im Alltag bewegt wird kann man zum einen die volle Leistung nur selten nutzen, zum anderen gewöhnt man sich auch sehr schnell daran. Du musst im Prinzip zwei Dinge abwägen:

    a) ist mir Allrad so wichtig, dass ich dafür den Mehrverbrauch in Kauf nehme?

    b) möchte ich die höhere Reichweite?


    Preislich liegen die Autos fast gleichauf. Wenn du wenig Langstrecke fährst, würde ich den M60 nehmen. Wenn du aber doch regelmäßig mehr als 600km am Tag fährst und auf den Allrad verzichten kannst, dann den Heckantrieb.

    Es sind ja immer nur gefühlte Wahrheiten. Auf der einen Seite bin ich zu 100% bei euch, weil die Reifen der einzige Kontaktpunkt zur Straße sind. Auf der anderen Seite hat niemand den a-b Vergleich. Dass die Situationen mit GJR zu einem Unfall geführt hätten, ist einfach nur eine stumpfe Vermutung.


    Der i4 hat ja leider keinen besonders guten Bremsweg, der CLA nimmt ihm da mal 2m ab. Da stellt sich doch die Frage, ob man überhaupt die Kaufentscheidung in Frage stellen muss? Vielleicht ist ein CLA mit GJR noch besser als ein i4 mit Sommerreifen?


    Unter „Erfahrung mit GJR“ verstehe ich Dinge wie (fiktiv) „ich hatte erst den Bridgestone, der hat zu starker Sägezahnbildung geneigt. Dann bin ich auf Conti gewechselt, wesentlich bessere Abrollgeräusche“. Das sind konstruktive Diskussionen, das andere ist nur ein Glaubenskrieg wie Apple vs. Android.

    Naja, Verkäufer sind im Allgemeinen „Schwätzer“, die gerade die Geschichte erzählen, die am besten zur Situation passt. Der Wahrheitsgehalt spielt da in der Regel eine geringe Rolle.


    Wenn ich BMW wäre, würde ich die normale Limo als Nachfolger des i4 gestalten (am Dach angeschlagene Heckklappe, leichte Coupeform), dazu einen Touring und ein zweitüriges Coupe. Aber ich lasse mich überraschen. Dadurch, dass man den i5 so aufgeblasen hat, ist darunter noch sehr viel Platz. Und es gibt sehr wenig Konkurrenz - weder aus Deutschland (aktuell nur CLA und id7), noch international (Model 3 und Polestar 2, von den übrigen Chinesen kam in meinen Augen noch nichts relevantes in der Klasse).

    Natürlich sind die SUVs die bedeutenderen Modelle, aber da gibt‘s schon 100 Modelle auf dem Markt.


    Preislich wird es auch interessant: in der Regel steigen die Listenpreise beim Modellwechsel, gleichzeitig geht der i4 aktuell mit -30% über die Theke, das wäre ein riesiger Preissprung, wenn man die Rabatte wieder in einen normalen Bereich bringen will.