Das Problem mit dem Roaming ist halt der „Customer Lock-In“. Ganz ehrlich, der EnBW-Tarif für 11,99 Euro und dann 39ct. am Schnelllader ist für Vielfahrer durchaus attraktiv. Kaum teurer als Ionity, aber ein deutlich größeres Ladenetz. Aber wenn man den Tarif abschließt, dann versucht man natürlich möglichst nur noch bei EnBW zu laden. Und das ist unschön, weil es das Ladenetz so stark zerstückelt (jeder „kann“ nur einen Teil davon nutzen oder hat 10 Ladekarten).
In Schweden ist das ganz interessant, dort gibt es sehr viele Anbieter, die sich zwischen 40 und 50ct. bewegen, damit kann man sehr viele Ladeanbieter nutzen. Aber trotzdem muss man ja für jede potentielle Ladesäule nach dem Preis schauen, müsste die ganzen interessanten Anbieter dann bei BMW als bevorzugte Anbieter hinterlegen. Letztlich könnte BMW für eigene (BMW Charging) Ladekunden eine „optimierte Route“ anbieten: irgendwo zwischen schnellster und günstigster Route kann man sich dann bewegen: in der Routenübersicht sähe man dann neben der Zeit noch den Preis. Aber ist natürlich, wenngleich technisch möglich, in der Umsetzung äußerst komplex.
Blockiergebühren über Nacht sind der Todesstoß für AC-Ladesäulen. Aber ich habe jetzt auf 7000km Road-Trip kein einziges Mal AC geladen. Heute wieder: ich könnte über Nacht für 45ct. AC-Laden, aber ich kann auch während des Abendessens für 20ct. bei Tesla laden. Der Preisunterschied ist einfach zu groß, über 10ct. würde ich ja nicht diskutieren. Das einzige was noch gehen kann, sind Angebote des lokalen Energieversorgers - aber damit wird die Auslastung von AC-Säulen nie auf einen grünen Zweig kommen und dann wird es auch keinen Ausbau geben.