Beiträge von Genesis92

    Gibt es eigentlich einen Anbieter der attraktive Marktpreisorientierte dynamische Ladetarife anbietet, Tesla zu teuer. Shell Recharge nur mit Grundgebühr und dafür erst recht zu teuer?

    Bzw. wäre das doch ne Win/Win Situation oder hab ich was verpasst?

    Im Prinzip wäre das eher eine Win/Lose Situation. Der Kunde hätte zwar gelegentlich günstigere Preise, aber dafür entgehen den Anbietern genau dann zusätzliche Gewinne, die sie dringend brauchen um ihre Kosten für den Ausbau der Infrastruktur zu decken.

    Aus finanzwirtschaftlicher Sicht betrachtet hätte es auch noch andere Nachteile für die Betreiber, speziell diejenigen, deren Mutterkonzern (z.B. EnBW oder Eon) selbst als Kraftwerksbetreiber oder Stromanbieter tätig sind. Im aktuellen System können sie ihren Tochterfirmen Festpreise für den Strombezug verrechnen, was für diese eine relativ einfache und sichere Kalkulation ermöglicht, während das Preisrisiko auf den Mutterkonzern übertragen wird. Mit etwas "kreativer" Steueroptimierung lassen sich auf diese Weise auch zusätzliche Gewinne erwirtschaften. (Das zu erklären, wie es genau funktioniert wäre etwas langwierig und Off-Topic, deswegen lasse ich das an dieser Stelle mal weg).

    Für kleinere Anbieter, Anbieter ohne eigene Kraftwerke sowie Betreiber einzelner Kraftwerke (PV oder Wind) schaut die Sache dagegen anders aus, diese könnten mit dynamischen Preisen ohne nennenswerte Nachteile arbeiten bzw. auch Vorteile davon haben, da sie entweder den Strom über den Spot-Markt einkaufen können oder im Falle der einzelnen Kraftwerksbetreiber über diesen verkaufen und ihre Ladesäulen dabei als zusätzliche Einnahmequelle nutzen können.

    So oder so ist es dennoch immer eine Frage der persönlichen Präferenz, welches System besser ist. Festpreise haben den Vorteil, dass man sich keine Gedanken darüber machen muss wann man sein Auto lädt, was ja meist keine Frage des Wollens sondern eher des Müssens ist. Dynamische Preise hätten den Vorteil, dass es in Summe günstiger kommen kann, wenn man regelmäßig die Wahl hat zu welcher Uhrzeit oder Wetterlage man sein Auto lädt.

    Ich persönlich bevorzuge Festpreise, auch beim Hausstrom, da ich einerseits keine Lust habe meinen Stromverbrauch zu planen und andererseits speziell beim Laden auch gar keine Möglichkeit dazu, da ich nicht Zuhause laden kann.

    So grob geschätzt dauert es ca. 10-15 Minuten nach Fahrtbeginn bis der i4 den Akku weit genug aufgeheizt hat bei kaltem Wetter. Zumindest kommt mir das so vor, wenn ich das Sinken des Akkustands auf dem Arbeitsweg beobachte. Auf den ersten paar Kilometern fällt er relativ schnell, danach dann ähnlich langsam wie bei warmen Temperaturen.

    Ich meine allgemein, nicht das BMW Kabel, woran erkenne ich ob eins geeignet ist?

    Doof gesagt an der CE-Kennzeichnung. Im Prinzip funktioniert jeder Schuko-Ziegel, der den Typ2-Anschluss auf Autoseite hat. Die Anschlüsse sind schließlich genormt und die zugehörigen Ladegeräte dadurch mit jedem für den europäischen Markt gebauten E-Auto kompatibel.

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    Solche Verbräuche schaffe ich auch so😉war heute mal meinen Vater besuchen, oben Hinweg und unten Rückweg. Muss sagen, man merkt am Verbrauch schon die Temperaturen um den 0-Punkt. Bin mit 95% losgefahren und war mit 10% wieder daheim. Ich vermute mal, dass einen guten Teil davon die Akkuheizung im Sport Boost gefressen hat.

    Den Chinesen vertraue ich nicht zu 100%. Ich achte durchaus, was die an Fahrzeugen und Technik auf die Straße bringen und definitiv ist das eine ernstzunehmende Konkurrenz. Aber man nimmt den Mund auch gerne mal voll.

    Die Chinesen kochen ihren Reis auch nur mit Wasser. Sicher, sie können das mit der Akkutechnik sehr gut, vielleicht auch besser als der Rest der Welt, aber physikalische Grenzen können auch sie nicht außer Kraft setzen. Ein Bekannter von mir fährt seit einigen Monaten einen Smart #5, er hat den mal mit Stoppuhr an verschiedenen HPCs, also 300kw, 400kw und 600kw (LKW-Säule) gemessen, wie schnell er die 10-80% schafft. Tatsächlich wurde die Werksangabe von ca. 14 Minuten am 600kw HPC eingehalten und auch der Peak von ca. 450kw erreicht, am 400kw HPC war er ca. 30 Sekunden langsamer und am 300kw HPC mit rund 16 Minuten Ladezeit rund 2 Minuten langsamer. Also alles in allem schon sehr beeindruckend, wobei für mich persönlich die spannendste Erkenntnis aus seinen Daten ist, dass die Maximalleistung der Ladesäule und entsprechend der maximale Peak keine großen Auswirkungen auf die Ladezeit hatte, obwohl die Differenz ansich ziemlich groß war (450kw gegenüber 300kw).

    Auf die neue Klasse übertragen heißt das im Prinzip, dass es nur auf dem Papier ein Nachteil ist, dass aktuell "nur" 400kw Peak möglich sind, während z.B. Xpeng bis zu 525kw Peak anbietet. Die Kunst dürfte es da eher sein statt einer Ladekurve eine Ladegerade am 300kW HPC hinzubekommen, zumindest bis 70- 80%, nicht weil es tatsächlich einen Sinn hätte, sondern eher um Kunden zu gewinnen bzw. zu überzeugen, die es "komisch" finden würden, wenn ihr Auto nicht das lädt, was oben an der Säule dran steht.

    Und wer beim Einkaufen lädt, der ist sogar froh wenn das Ding nicht in 7min voll ist und man umparken muss.

    Naja, ich brauch beim Einkaufen meistens nur rund 8-10 Minuten, da wäre es schon irgendwie cool, wenn da das Auto dann voll wäre. Mit dem i4 komm ich in der Zeit meistens so von 10 auf 50%