Ein ganzes Netto-Jahresgehalt für ein Auto auszugeben ist schon gewagt, aber als Auto-Fan vielleicht noch zu rechtfertigen. Der Durchschnittsbürger wird deutlich weniger ausgeben (können). Daher wundert mich das Preisgefüge schon - wenn Porsche jetzt den 911 Turbo S ab 271.000 Euro verkauft, sehe ich das noch als realistisch: die Schere zwischen arm und reich geht weiter auseinander und es wird genügend Leute geben, die für so ein ikonisches Auto tief in die Tasche greifen. Und wenn es nur dafür ist, sich am Ende noch einen Lebenstraum zu erfüllen.
Aber wenn Mercedes, BMW und Audi mit >50% ihrer Modellpalette um die Gunst der oberen 10% buhlen (was nicht mal ganz passt, es werden eher die oberen 7% sein), kann das nicht nachhaltig sein. Irgendjemand muss für die anderen 93% auch noch Autos bauen, ich hoffe man überlässt das nicht vollständig den Importeuren. Klar, Export spielt bei den Premium-Herstellern eine wichtige Rolle, aber nur darauf wird man auch nicht bauen können.