Beiträge von phchecker17

    Ja gut, bei EnBW verstehe ich das irgendwie, EnBW betreibt selber nahezu ausschließlich Schnelllader und da macht es schon Sinn, dass da niemand über Nacht stehen bleibt. Ansonsten hast du aber Recht, AC-Laden mit Blockiergebühren macht einfach keinen Sinn.

    Ich spreche schon vom AC-Laden. Blockiergebühren nachts gab es davor schon bei Schnellladern, nur bei AC-Ladern hat die EnBW ebenfalls damit angefangen. Ich hab davor immer wieder an EnBW-Ladepunkten geladen, häufig waren die auf Reisen in der Nähe vom Hotel. Aber gerade wenn es dann so 2-3 km zu laufen waren, war die Blockiergebühr über Nacht dann eben einfach Müll, gerade wenn man spät angekommen ist.

    Wobei ich den Ansatz bei den Ladesäulen von Tesla durchaus ok finde, es ist ziemlich pragmatisch gelöst für potenzielle Kunden. Entweder du nutzt die App von Tesla und zahlst die dort aufgerufenen Preise oder lässt es sein, da gibt's keinen Weg drumherum.

    Bei den v4-Ladern kann man auch ohne App AdHoc mit Kreditkarte zahlen.


    Genau genommen hat EnBW übrigens 2 Dinge für uns verkackt, nicht nur 1:

    1. Roaming-Gebühren des Todes, brutale Konditionen für Fremdlader, außerdem schnelle Blockiergebühr im Roaming -> 100 Ladekarten, damit man überall laden kann, Roaming kaum noch relevant

    2. Blockiergebühren über Nacht! Davor hatte fast jeder Blockierzuschläge nur bei Tag, so auch die BMW-Karte. Dann kam die EnBW und meinte, dass man die Ladesäulen ja immer für Notfälle parat haben muss:

    Seitdem gibt es so gut wie keine Karten mehr, wo man über Nacht laden kann, was das AC-Laden in meinen Augen einfach getötet hat.

    Bevor ich nachts um halb 1 nochmal zum Auto lauf um abzustecken und umzuparken, fahre ich lieber morgens kurz zum Schnelllader und hol mir währenddessen Frühstück oder lade auf dem Weg zum Hotel nochmal 10 MInuten un checke Insta/Mails/Forum.


    Für mich zwei gute Gründe, weiterhin EnBW - obwohl sie mit das beste Netz haben - zu boykottieren. Gut möglich bzw. sogar wahrscheinlich, dass diese Schritte sonst jemand anders gemacht hat, nur wars halt EnBW, und das gefühlt auch "ohne Druck". Und das nehm ich ihnen übel.

    Über 170 würde ich nur fahren, wenn es mich "nichts" kostet, also sprich ich hab noch mehr als genug Akku zum nächten Ladepunkt. Der Verbrauch steigt da so enorm an (auch beim e40), dass es sich in meinen Augen nicht lohnt, damit Strecke zu machen. Möglicherweise lohnt sich nichtmal das.

    Sollte auch nicht so klingen, als ob ich anderen das vorgeben wollen würde. :) Hatte es erst am Wochenende mit einem sehr guten Kumpel davon, der eben genau wie du mit EnBW perfekt zufrieden ist. Da hat er die beste Verfügbarkeit in seiner Umgebung und auf seinen Stammstrecken, und ist am günstigsten unterwegs. Zumal er als Opel-Fahrer (e-Corsa) nicht die Vorzüge einer BMW-Karte o.Ä. hat. Würde ihm da auch nie davon abraten.


    Ungeachtet dessen sind wir uns glaube ich alle einig, dass das Roaming-Modell von EnBW (und anderen) einfach Katastrophe ist. Bin da absolut bei dir, der Adhoc dürfte nie teurer sein als der günstigste Kundentarif. Aber die Motivation für die Anbieter ist da halt sehr gering, weil sie sich durch diese Roaming ein Riesenkundennetz aufbauen und durch die Abzocke wahrscheinlich sogar nochmal mehr verdienen. Ein Lader über die DKV-Firmenkarte, BMW-Karte o.Ä. macht vermutlich mindestens so viel Gewinn wie 3 Normalzahler.

    • Weiterhin kann man auch einen Stopp von 10 bis 80 % kaum einplanen. Entweder spielt die Biologie nicht mit, oder man hat ein Frühstück/Mittagessen/Abendessen während des Ladens eingeplant und startet eh wieder mit 100 % SoC.
    • Die angepeilte Geschwindigkeit erreicht man sowieso nicht zuverlässig. Da macht einem der Verkehr viel zu oft einen Strich durch die Rechnung.

    Wie schon vorher geschrieben kostet dich das am meisten Zeit. Beim Lader mit 33% anzukommen ist schlecht für deine Fahrzeit, weil du dann im Schnitt deutlich langsamer lädst (nicht nur am Anfang, sondern besonders oben raus) und im schlimmsten Fallen einen weiteren Ladestopp brauchst. Ebenso kostet es dich Zeit, wenn du die letzten 10km hinter dem LKW hängst, weil du es sonst nicht zum Lader schaffst.


    In der Praxis würde ich umgekehrt denken. Ich suche mir immer einen guten Ladepunkt vorher raus, d.h. wo die Verfügbarkeit gut ist, es gute Restaurants gibt, o.Ä. Hier habe ich aktuell ca. 10-12 Favoriten auf meinen Stammstrecken abgespeichert. Mein Hauptziel ist dann, dort möglichst niedrig anzukommen, damit ich in 35 Minuten während des Essens von <5% bis fast 90% aufladen kann. Die Abschnitte außenrum überlasse ich dem Auto oder suche im iDrive nach passenden Ladern, Toiletten gibt es inzwischen bei den meisten Ladeparks, dabei geht es darum, eben nur so viel zu laden, dass man möglichst niedrig am Essensstopp oder am Ziel (wenn möglich) ankommt, und hier kommt dann die Geschwindigkeit ins Spiel: Wenn ich einen guten Lader finde, wo ich mit <20% ankomme, kann ich den Rest über die Geschwindigkeit steuern. Bei 20% würde ich ca. 150-160 fahren und die Geschwindigkeit dann bei Bedarf stückweise reduzieren, sodass ich auch hier mit <5% ankomme. Mit dem Ladeziel bestimmte ich dann wiederum die Geschwindigkeit für den nächsten Abschnitt, kann also mit einer Minute mehr laden evtl. 2-3 Minuten mehr auf der Strecke rausholen.


    Mit der Taktik schaffe ich meine üblichen Langstrecken von 600-800km mit üblicherweise einem großen und maximal einem kleinen Ladestopp und habe damit in meinen Augen minimale Zeitverluste. Klingt vielleicht erstmal etwas aufwändig, aber wenn man mal ein paar gute Ladepunkte kennt, kann man wirklich mit minimalem Aufwand einiges an Zeit einsparen.

    Sicher, dass du nicht versehentlich das alte Kabel rausgesucht hast für den FFC1? Gut möglich, dass man das inzwischen vom Markt genommen hat.


    Du schreibst an 2 Ladern klappt es nicht, d.h. du hast es nochmal an einem öffentlichen ausprobiert und dort passiert dasselbe?

    Hmm, ich bin vorhin beim Wischerwerk von Valeo vorbeigefahren und dachte mir, hätte ich gewusst, dass die 10km von mir hergestellt werden, hätte ich die genommen :D Mir war bis gerade nicht klar, dass das hier um die Ecke das Wischerwerk ist.

    Niemand, der es richtig anstellt, muss also an einer EnBW-Säule mehr als 56 Cent bezahlen.

    Oder man meidet EnBW einfach komplett, dann braucht man auch keine Karte. :) Hab meine damals gekündigt, als sie den Roaming-Mist angefangen haben und seitdem nie wieder bei EnBW geladen und glücklicherweise nie in der Situation gewesen, dass EnBW alternativlos war. Mit der BMW-Karte ist man ja momentan in meinen Augen sehr gut bedient: Aral, Mer und Shell (in der Reihenfolge) haben neben Ionity inzwischen richtig ordentliche Ladenetze mit teils super Standorten zu einem attraktiven Preis, wenn man BMW Active hat. Und für längere Urlaubsfahrten kann man ja jederzeit noch Ionity dazu buchen, dann hat man wirklich viel Auswahl auf der Langstrecke.