Von welchem Hersteller / Modell kommt u. warum wechselt Ihr zum BMW i4 Elektroauto?

  • Nein, das Leasingangebot vom Zeekr-Verkäufer war eigentlich ganz fair und ich hätte eine kleinere Rate als beim i4 gehabt. Ausschlaggebend waren die nicht-finanziellen Faktoren:
    - Service-Netz erst noch im Aufbau

    - Software noch nicht ausentwickelt

    - Nervige Aufmerksamkeitswarner

    - Soundsystem enttäuschend, trotz 23 Lautsprecher

    - Panorama-Glasdach ohne Rollo oder elektr. Verdunklung

    - Klimaanlage evtl. unterdimensioniert

    - Mitten-Lautsprecher im Sichtfeld

    BMW i4 eDrive40, Skyscraper Grau Metallic, Harman Kardon, Bj. 2026

  • Bin selber noch keinen Premium Chinesen Test gefahren. Aber immer wieder erstaunlich wie wenig die ausgereift erscheinen, wenn man Berichte liest von normalen Leuten. Bei den YouTube Videos klingt das immer anders.

  • Ja, auf dem Datenblatt liest es sich toll. Aber solche Dinge wie Fahrwerksabstimmung muss man selbst erfahren, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man bei den Auto-Youtubern genau hinschaut und hinhört, kann man da aber auch schon einen Eindruck bekommen, wie es um die Fahrbarkeit bestellt ist.

    Wenn es zeitlich machbar und die Neugier groß genug ist, mach doch einfach mal eine Probefahrt mit einem Premium-Chinesen.

    BMW i4 eDrive40, Skyscraper Grau Metallic, Harman Kardon, Bj. 2026

  • Weiß nicht, woher ihr alle kommt, aber am Wochenende kann man auf der elektrischen Community in Fulda sehr viele Fahrzeuge, darunter viele Chinesen, probefahren. Die deutschen Hersteller scheinen das Event eher zu meiden.

    Also eine gute Chance, mal ein paar Dinge auszuprobieren, falls noch jemand Lust hat. Ich bin am Samstag dort. :)


    Meine Erfahrungen von letztem Jahr:
    1. Verarbeitung DEUTLICH besser als das, was die deutschen Premium nennen.

    2. Fahren ist ganz gut, aber es fühlten sich alle schwächer an, als man es erwarten würde. 600 PS eines Chinesen sind eben keine 600 deutschen PS.

    3. Preis-Leistung ist natürlich unschlagbar

    4. E-Auto-Features wie Laden, Reichweite, usw. sind meistens gut genug

    5. Die Effizienz ist eines der größten Probleme bei den meisten, da liegen gut und gerne mal 5+ kWh/100km zwischen den Fahrzeugen.


    Das alles gleicht natürlich nicht die mangelnde Erfahrung und das fehlende Servicenetz aus. Auch würde ich nicht damit rechen, dass so ein Chinese 15+ Jahre alt wird.

  • Da braucht aber niemand die Illusion haben, dass das ein chinesisches Ding ist. Würden die Autokäufer wert auf Datenschutz legen, würden einige Hersteller sehr schnell pleite gehen.

    Am Ende ist nur die Frage, wie und wofür die Daten verarbeitet werden, aber ob es so viel besser ist, diese an den Höchstbietenden zu verkaufen als die Daten nach China zu übermitteln, weiß ich nicht.

    Und wer weiß, ob nicht auch die Daten von Ford, Renault, Peugeot, Opel, usw. ebenfalls bei den Chinesen landen.


    Für mich persönlich ist das aber auch ein absoluter Grund gegen jedes chinesische Fahrzeug. ;)

  • Eins sollte man noch bei den Chinesen nicht vergessen. Die mögliche Überwachung durch den chinesichen Staat ist inklusive.

    Da musste ich gerade etwas schmunzeln :)


    General Safety Regulation (EU) 2019/2144, eCall – VO (EU) 2015/758, RL (EU) 2024/3237, Prüm II – VO (EU) 2024/982
    Das sind die EU Gesetze/Richtlinien die uns Blackbox, ISA und all die tollen anderen Überwachungssysteme etc. eingebracht hat. Alles sicher gut gemeint, aber im Endeffekt Überwachung. In letzter Ausbaustufe kann zB ISA auch zu Mandatory closed ISA werden. Dh keine Übersteuerung mehr durch Fahrer möglich. Der feuchte Traum aller Behörden. Bei LKW gibt es bereits Smart Tacho 2, wo bereits alles mögliche gespeichert wird, plus Fernkommunikation durch Kontrollbehörden.

    Ganz neu, noch nicht beschlossen, das Roadworthiness Package. Fängt erstmal recht harmlos an, mit einer zentralen Datenbank für Quartals Kilometerstände unserer Fahrzeuge. Aber Hersteller sollen ihre Fahrzeu In-Vehicle Data fit machen für den Behördenzugriff.


    Wie gesagt, alles gut gemeint, aber persönliche Freiheit wird immer mehr verschwinden. Wo das auch in Demokratien hinführen kann, sieht man an Singapur. Die führen ab Januar ein Pflicht Ortungssystem für PKW ein. Offiziell um Maut automatisch abzurechnen, aber es wird auch geprüft künftig Verstöße etc. direkt zu ahnden. Schöne neue Welt.

  • In letzter Ausbaustufe kann zB ISA auch zu Mandatory closed ISA werden. Dh keine Übersteuerung mehr durch Fahrer möglich.

    Zum Glück kann man jede Soft- und Hardware auf irgendeine Weise hacken, umbauen oder codieren, um solche Einschränkungen zu umgehen.

    Zur Not tut's ein GPS Spoofer, der einen fürs Steuergerät immer auf einer unbeschränkten Autobahn positioniert.

    Da wird es sicherlich ziemlich schnell einige Anbieter geben, die solche Lösungen verkaufen werden, die Nachfrage dürfte zumindest vorhanden sein.