Der allgemeine Ladepreise Thread

  • Gibt es eigentlich einen Anbieter der attraktive Marktpreisorientierte dynamische Ladetarife anbietet, Tesla zu teuer. Shell Recharge nur mit Grundgebühr und dafür erst recht zu teuer?

    Bzw. wäre das doch ne Win/Win Situation oder hab ich was verpasst?


    Wenn ich sehe was mit Dynamischen Haus-Stromtarifen nach unten alles möglich ist....Da sollte es doch machbar und genauso gewinnbringend sein abofreie Preise sehr deutlich unter 50ct/kWh anzubieten?! Selbst wenn dann "keiner" da läd wenn die Strommarktpreise und damit auch die Ladepreise hoch sind, aber dafür umso mehr wenn die Marktpreise niedrig oder gar negativ sind. Für mich wäre das ein Anreiz im Urlaub bspw. darüber nachzudenken vor dem Hotel oder am nächsten Tag nach dem Einchecken zu laden.


    Ansonsten, für mich macht ein Abo keinen Sinn. Aus Zeiten vor dem i4 (bzw. dann wieder nach dem Active Tarif) hab ich div Karten/Möglichkeiten als Backup im Auto liegen. Am "günstigsten" wird's dann wohl mit dem "neuen" ADAC Aral Pulse Tarif zu 55ct/kWh. Nur bisher hab ich die Karte noch nie benutzt. EnBW ist nur einen ct teurer aber eben überall verfügbar. Die Electroverse Karte hab ich als Problemloser für AC Säulen an denen grad kein AdHoc funktioniert die schaltet fast alles frei. Und wenn alle Stricke reißen, bin ich bisher zu Tesla gefahren, großes Netz, immer genug Lader und komfortabel und zuverlässig ohne Karte/Abo, aber preislich eher im oberen Drittel.

    eDrive40, Alpinweiß, Leder Vernasca Mokka, M Pro, 19" 859... seit Juli 25

  • Gibt es eigentlich einen Anbieter der attraktive Marktpreisorientierte dynamische Ladetarife anbietet, Tesla zu teuer. Shell Recharge nur mit Grundgebühr und dafür erst recht zu teuer?

    Bzw. wäre das doch ne Win/Win Situation oder hab ich was verpasst?

    Im Prinzip wäre das eher eine Win/Lose Situation. Der Kunde hätte zwar gelegentlich günstigere Preise, aber dafür entgehen den Anbietern genau dann zusätzliche Gewinne, die sie dringend brauchen um ihre Kosten für den Ausbau der Infrastruktur zu decken.

    Aus finanzwirtschaftlicher Sicht betrachtet hätte es auch noch andere Nachteile für die Betreiber, speziell diejenigen, deren Mutterkonzern (z.B. EnBW oder Eon) selbst als Kraftwerksbetreiber oder Stromanbieter tätig sind. Im aktuellen System können sie ihren Tochterfirmen Festpreise für den Strombezug verrechnen, was für diese eine relativ einfache und sichere Kalkulation ermöglicht, während das Preisrisiko auf den Mutterkonzern übertragen wird. Mit etwas "kreativer" Steueroptimierung lassen sich auf diese Weise auch zusätzliche Gewinne erwirtschaften. (Das zu erklären, wie es genau funktioniert wäre etwas langwierig und Off-Topic, deswegen lasse ich das an dieser Stelle mal weg).

    Für kleinere Anbieter, Anbieter ohne eigene Kraftwerke sowie Betreiber einzelner Kraftwerke (PV oder Wind) schaut die Sache dagegen anders aus, diese könnten mit dynamischen Preisen ohne nennenswerte Nachteile arbeiten bzw. auch Vorteile davon haben, da sie entweder den Strom über den Spot-Markt einkaufen können oder im Falle der einzelnen Kraftwerksbetreiber über diesen verkaufen und ihre Ladesäulen dabei als zusätzliche Einnahmequelle nutzen können.

    So oder so ist es dennoch immer eine Frage der persönlichen Präferenz, welches System besser ist. Festpreise haben den Vorteil, dass man sich keine Gedanken darüber machen muss wann man sein Auto lädt, was ja meist keine Frage des Wollens sondern eher des Müssens ist. Dynamische Preise hätten den Vorteil, dass es in Summe günstiger kommen kann, wenn man regelmäßig die Wahl hat zu welcher Uhrzeit oder Wetterlage man sein Auto lädt.

    Ich persönlich bevorzuge Festpreise, auch beim Hausstrom, da ich einerseits keine Lust habe meinen Stromverbrauch zu planen und andererseits speziell beim Laden auch gar keine Möglichkeit dazu, da ich nicht Zuhause laden kann.