Zunächst hatte ich einen Fronius Wechselrichter und der konnte nur im Minutentakt ausgelesen werden und auch nur x-mal pro tag was völlig unzureichend war (keine Ahnung ob das bei Fronius immer noch so ist...)
Die Fronius Lösung funktioniert regeltechnisch völlig einwandfrei in allen Modi. Da gibt es keine Limits mit dem Umschalten, dem Regelintervall und der Anzahl der Regelintervalle wie Du es beschreibst. Deine Fronius Erfahrung muss schon älter sein. Man kann mit dem Wattpilot alle Lademodi nutzen und beim Überschußladen sogar den Regelalgorithumus (bezgl. der Nutzung von Überschuss) einstellen wie man das haben will. Umschaltung von 1-ph auf 3-ph und vice versa ist kein Problem. Die Kombi i4 + WP macht alles mit.
Ich meine die Go-E Lösung ist ein Fronius Derivat oder umgekehrt, aber der Fronius Wattpilot hat ein paar Kleinigkeiten mehr drin. Das ist allerdings egal beides sind gute Wallbox Lösungen.
Selbst betreibe ich den Wattpilot 11j Home, den es als fest zu installierende Lösung oder als Lösung an der CEE Dose gibt. Allerdings würde ich heute den neuen Wattpilot flex wählen, denn der Fronius Service teilte mir auf Anfrage mit, daß die Version flex Hardware seitig bereits für bidirekttionales Laden vorbereitet ist. Sollte das endlich legalisiert werden muss man vermutlich nichts weiter umbauen oder nur sehr wenig.
Der WP flex ist ein wenig teurer als die ältere Version 11j Home oder die entsprechende mobile Version. Ich würde bei Neuinstallation den Aufpreis für die neue flex Variante riskieren in der Hoffnung der Umstieg bei V2G/V2H ist dann sehr einfach. Die flex Version gibt es in zwei Varianten mit einem geeichten MID Zähler und ohne diesen. Auch das könnte ein Argument sein je nachdem in welcher Situation man ist oder Nutzen man davon hat.
Ob man eine fest installierte oder mobile WB aufbaut entscheidet man am persönlichen Nutzungsverhalten. Selbst bevorzuge ich eine Festinstallation und nehme eine sehr günstige Ladeoption (mobile WB) im Auto mit in der Hoffnung ich brauche diese nicht. Habe diese nur für´s gute Gewissen dabei - für Notfälle. Wer aber immer an- und abstecken will, wenn er die WB überhaupt mitnehmen möchte der ist auch mit einer mobilen WB gut bedient. Das bleibt dem persönlichen Nutzverhalten vorbehalten. Technisch sind beide Versionen gleichwertig.
Wenn man nicht weiß, ob die vorhandene Kraftstromsteckdose für die 11kW Dauerleistung ausreichend dimensioniert ist (Kabel, Automaten, etc.) so möchte ich unbedingt meine Vorredner bekräftigen, daß ein Elektriker hinzu zu ziehen ist. An der WB Leitung sollte unbedingt ein entsprechender FI und LS und mindestens eine 5x2,5mm2 installiert sein, wenn die Zuleitung kürzer als 30m ist. Ansonsten ist auch ein noch größerer Leitungsquerschnitt erforderlich. Und außerdem klemmt man auf die WB-Leitung nicht anderes mit drauf.
Meine two Cents,
Jürgen