Beiträge von derausserirdische

    Basierend auf meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass ich Anfangs auch weniger Reichweite hatte als erwartet. Mit der Zeit hast sich das aber stark gebessert. Mittlerweile erreiche ich *locker* 450km Reichweite manchmal sogar bis zu 500. Natürlich nur im Sommer. Im Winter sind es dann um die 400.

    Das ist bei mir genauso. Aber es hängt auch ein wenig vom Fahrprofil ab. Auch ich muss mich für 400km - 450km nicht wirklich anstrengen sofern man keine weiteren, schnellen Autobahnetappen einbaut. Und auch ich habe schon Maximalreichweiten von 550km gesehen, was fast schon WLTP Reichweite ist.

    Zwar habe ich meinen i4 e40 erst seit April, aber ich bezweifle stark, daß man im Winter ohne Anstrengung auf 400km kommt. Der Reichweiten Abfall bei kalten Temperaturen dürfte höher sein, so daß ich keine 400km mehr erwarte bei winterlichen Temperaturen und Strassenverhältnissen. Das wäre wirklich optimistisch.

    Wieso sollte 800V auch irgendwas an der Reichweite ändern? Es geht da in erster Linie um geringere Ströme.


    500km in der Praxis ist doch super und dürfte damit für die meisten ausreichen.

    Genau so ist es. Warum sollten ehrliche 500km - 600km nicht reichen? Unser 228i Cabrio hat eine Reichweite von rund 550km. Da beschwert sich kein Mensch über die Reichweite. Und damit fahren wir bis heute in den Urlaub einfache Fahrt 1000km.

    Ob 800V mehr Reichweite bringt sei dahin gestellt. Aber jetzt sind wir mit den neuen Akkus bei reellen 500km - 600km, was für 95% der Nutzer sowas von ausreichend ist. Die geringeren Ströme bei 800V könnten aber dazu führen, daß man mit der Energiedichte und der Zellchemie der Akkus etwas machen könnte. Das werden künftige Entwicklungen / Evolution zeigen.

    Ob es sinnvoll ist von Flensburg nach Konstanz ohne einen Halt von 20 Minuten durchzufahren lasse ich mal dahin gestellt sein. Die Rennleitung würde das zumindest nicht gut heißen. Man konnte auch anders herum fragen, ob jemand nach Kroatien durchfährt ohne einen einzigen Stopp von 20Min. Das wage ich einfach mal anzuzweifeln.

    Grundsätzlich braucht man kein Auto mit 800km - 1000km Reichweite. Die Diskussion wäre vermutlich nicht aufgekommen, wenn es BEV´s mit 500 - 600km Reichweite von Anfang an gegeben hätte. Bei 200-300km hat der Petrolhead Stammtisch natürlich guten Gesprächsstoff. Ich selbst bin Vielfahrer und habe Diesel mit 1000km Reichweite gehabt. Kein einziges Mal bin ich mit so einem Fahrzeug mehr als 400-500km am Stück gefahren selbst als das noch ging von einer Toilette zu nächsten. Also diese Reichweiten Diskussion ist für mich bereits jetzt voll umfänglich beendet.

    Stimmt! Aber wenn der Inhalt sich ändert, erfordert es auch Anpassungen an die Verpackung

    Das ist der Punkt. Muss sich die Verpackung in ein Elektro-Krampf-Design ändern? Für meinen altmodischen Geschmack wird überwiegend mehr als verkrampft versucht BEV´s optisch von Verbrennern abzusetzen. Mit der Betonung auf Verkrampft und häßlich. Man hat von Generation zu Generation von Verbrennern auch Designänderungen vorgenommen und dabei sind ganz ansehnliche Fahrzeuge raus gekommen, die nicht Pott häßlich waren.

    Diese eindeutig wie gewollt und nicht gekonnte Elektrodesignsprache passt im Moment zumindest nicht in meine Vorstellung von ansprechend. Und obwohl ich schon lange BMW Symphatisant bin, hat einzig Mercedes insbesondere mit dem neuen GLC gezeigt, daß das nicht sein muss. Ein neues, frisches Auto im NIcht-Elektro-Krampf-Design.

    Allerdings muss man auch anerkennen, dass es einen Wandel beim Design geben muss.

    Warum?

    Warum muss dieser Wandel so sein, daß ein Auto wie ein ausgelutschtes Stück Seife aussieht. Design muss sich lediglich ändern um Neues zu verkaufen. Das war es auch schon, es geht nur um den schnöden Mammon nix anderes. Aber doch nicht so das einem schlecht wird auf dem Weg zum Auto bevor man einsteigt.

    Wenn die Effizenz um 1% schlechter bei einem schönen Auto ist verzichte ich liebend gern auf ein anderes Design. Das ist eine Argumentation, die so völlig daneben liegt für mich. Es ist doch nun Sch.... egal geworden ob ein Auto 700km oder 800km weit fährt. Kein Mensch fährt so eine Strecke am Stück. Unser 228i kann 550km, da kräht kein Hahn nach der Reichweite.

    Das wird alles ein wenig überbewertet mit der Effizienz, die das Design bestimmt. Und ein Unterschiedsverbrauch von 15,8kWh zu 15,6kWh interessiert sowieso keinen. Es ist interessiert die Leute ja auch so gut wie gar nicht ob der Verbrenner 8 oder 9 Liter braucht, wenn der gefällt und nicht mal durch eine gute oder schlechte Fahrweise. Uninteressant glaub mir. Das sind einzelne Spezialisten die jeden Zehntel Liter oder Zehntel kWh rausholen will.

    Schau an wie die Leute rumfahren in Verbrennern. Das Pedal wird so bewegt, daß man den Verbrauch maximiert statt verringert. Soviel zum Effizienzwunsch deutscher Autokunden.

    Beispiel eines sog. Designvorteils: Da war die Diskussion mit dem Seitenspiegel. Herkömmlich oder schmal mit Kamera. Einen Effizienzunterschied konnte messtechnisch kaum nachgewiesen werden. Und die Effizienz an sich hat kein Handbuch über Design gelesen. Also das ist wirklich vielleicht deine persönliche Vorstellung, aber bei Weitem nicht das was der Durchschnittsautofahrer anvisiert.

    Die Leute gehen in den Autoladen, weil Ihnen ein Auto gefällt. Es kommt die Frage nach dem Verbrauch, da sagt der Verkäufer 16kWh. Aber hier daneben steht ein effizienter Wagen der 15,5kWh/100km, der aber eben nicht gefällt. Da kaufen >90% der Leute den mit besserem Design als mit besserer Effizienz.

    Lt VK hat BMW den Akku so designed, dass immer noch genug Puffer vorhanden ist, wenn ich auf 100% lade, weil der Akku trotzdem nicht „randvoll“ ist. Sollte ich hingegen ausschließlich auf 80% laden, würde der Akku irgendwann denken, 80% sind 100% und die Reichweite stimmt nicht mehr.

    Keine Ahnung was ich davon halten soll :huh:

    Die Akkus sind brutto größer als die Nettoangabe von 81,1kWh, die nutzbare Kapazität sind. Auch wird man feststellen, wenn man den Akku am Anfnag mißt, daß die meisten Tester 100% auspucken über ein längere Anfangszeit. Das liegt nicht etwa daran, daß der Akku nicht degradiert - natürlich degradiert er vom ersten Kilometer an. Aber man sorgt dafür, daß der Akku am Anfang z.B. 103% , 105%, ... hat, die man nicht verbrieft, aber die da sind. Eines der Hauptziele soll sein, daß ein Akku, der 50-80tkm hinter sich hat noch weit über 95% beim Testen zeigt, so daß der Wiederverkauf leichter ist und man mit einem höherem Wert verkaufen kann. Damit ist es auch leichter Leasingrückläufer an den Gebrauchtkunden zu bringen.

    Dazu kommt noch, daß die Produktion der Akkus einfach Toleranzen zeigt. D.h. mit welchem Prozentsatz ein neues Auto ins Strassenrennen geht ist völlig unklar, denn es werden ja nur 100% definierter Kapazität verkauft. Dieser Umstand dürfte es auch eher zuzuschreiben sein, wenn ein Nutzer sagt ich messe 95% nach 50000km und ein anderer mit denselben 50000km und der derselben Nutzdauer auf einen Messwert von 98% kommt.

    In den meisten Fällen dürfte der eine Akku halt eine Anfangskapazität von 105%, der andere halt nur 102% gehabt haben. Und es ist weniger auf die Ladestrategie zurückzuführen sofern man nicht gewaltig alles falsch macht. Solche Vorgehensweisen gibt es bei allen möglichen Produkten um Ausschuss zu vermeiden / zu reduzieren.

    Zwar finde ich nicht, daß der iX3 wie der Dacia aussieht nicht mal annähernd. Aber ich kann nicht verhehlen, daß BMW noch immer nicht begriffen hat, daß kein Mensch ein E-Fahrzeug will, daß wie ein E-Fahrzeug aussieht. Ich weiß echt nicht wer diese Idee hatte.

    Mir gefällt er an und für sich überraschend gut, denn ich war auf Schlimmeres eingestellt. Dafür finde ich den GLC um so besser ehrlich gesagt, denn Mercedes hat die Zeichen der Zeit erkannt und zwar voll und ganz. Endlich ein gescheites BEV, daß wie ein normales Auto aussieht und trotzdem sehr modern daher kommt und zwar rund herum.

    Folgende Situation: wir können nur auf der Arbeit laden! Arbeitsweg (hin und zurück): 220 km. Werde ca. 2 mal die Woche damit fahren. Um auch am Wochenende dann noch Saft zu haben, würde ich immer auf 100% laden oder sollte ich das nicht machen? Das Auto würde ja direkt immer für den Heimweg bewegt werden. Ist das also ein Problem?

    Grundsätzlich könnte man das so machen, aber grundsätzlich kannst überall laden nicht nur auf deiner Arbeitsstelle. Du wirst ja nicht jede Woche die 100% brauchen, daß sind im Sommer immer mehr als 400km oft sogar zwischen 450 - 500km. Im Winter kannst Du gut und gerne 100-150km abziehen, das muss ich selbst noch testen.

    So kannst Du Dir überlegen ob Du immer auf 100% laden willst oder ob es Wochen gibt wo Du es bei 90% oder 80% belassen kannst. Denn es besteht ja keine Gefahr stehen zu bleiben, dann läßt man halt mal 5-8 Minuten an einem HPC rein, wenn es knapp wird in solchen Wochen. Da kann man auch bei stehen bleiben.

    Zum unteren Teil deiner Frage: Je nachdem mit welcher Ladekarte Du bei Aral Pulse lädst hast Du unterschiedliche Bedingungen für die Blockiergebühr. Das gibt´s Anbieter, die nach 60 Minuten Blockiergebühr verlangen und andere, die vielleicht erst nach 4h die Gebühr erheben. Es kann auch nach Uhrzeiten verschieden sein. Manchmal kann auch nachts stehen bleiben und manchmal ist es unterschiedlich für AC und DC laden. Kannst Du damit was anfangen und deine Schlüsse ziehen?

    Die korrekte Antwort auf deine Frage ist also ganz klar: "Es kommt darauf an"

    Aber mein SoH ist auch schon bei <95% nach zwei Jahren, also vielleicht solltest du da besser nicht drauf hören :D Realistisch hat derausserirdische wahrscheinlich schon Recht. Ich hab seit Beginn immer drauf geachtet, stand nie lange mit 100%, und trotzdem hat sich mein SoH nicht sonderlich gut entwickelt. Fürs eigene Gewissen werd ich es trotzdem genau so beibehalten wie bisher.

    Genau so ist es. Auch deine Ladestrategie ist völlig in Ordnung. Und das dein Akku nach 2 Jahren <95% hat ist völlig normal. Es kommt natürlich auch darauf an welche Kilometerleistung Du zurück gelegt hast. Hast Du in zwei Jahren 5000km zusammen gemacht, dann wären 95% zwar immer noch kein Defekt, aber überraschend viel.

    Hast Du in zwei Jahren 50000km+ zurückgelegt dann sind 95% völlig in Ordnung. Der Akku dürfte am Anfang auch etwas schneller degradieren als später raus. Und auch ein Akku mit 75% ist noch kein defekter Akku sondern es gibt nur die neue WLTP Reichweite nicht mehr. Das ist wie mit dem Bremsbelag oder den Reifen, es ist ein Verschleißteil.

    Außerdem sind auch bereits die Zeiten vorbei, wo man sagte "Ist der Akku durch ist das Auto Schrott". Alles nur noch Stammtischparolen. Ich habe mindestens zwei Firmen im TV gehört, die Akkus reparieren. Und nach diesen Geschäftsführern ist ein schwindender SOH bei der überwiegenden Anzahl an Akkus nicht der Gesamttot des Akkus. Es sind in den meisten Fällen nur wenige, d.h. vielleicht 2-5 Zellen besonders degradiert. Ersetzt man diese kann man wieder SOH´s weit oberhalb 90% wahrscheinlich 95% erreichen. Und das für einen Bruchteil des Preises eines Neuakkus.

    Das eine Reparatur nach 8 oder mehr dürfte damit für mehr als 90% der Fahrzeuge interessant sein. Insbesondere für teurere Modelle. Ein Turbolader Tausch kostet auch 1500-2000€ bei großen Verbrennern mehr, eine Überholung immer noch 800-1500€ je nach Modell. Die zusammen gezählten mehr Wartungskosten eines Verbrenners über kompensieren eine Akku Reparatur ... usw. usw. usw.

    Alles was von Leuten mit gefährlichem Halbwissen dazu erzählt wird, meistens um sich den Verbrenner noch immer schön zu reden, ist Nonsens. Im Moment wird von Petrolheads wirklich nach den letzten argumentativen Strohalmen gegriffen wo es gerade noch geht oder um bei noch Unwissenderen das dumme Geschwätz zu implementieren. Und die Petrol Argumente werden inzwischen ganz rar. Einzig die Politik verhindert einen schnelleren Wechsel zum BEV. Ob bewußt oder aus Faulheit weiß ich nicht.

    Diese Akku Reparaturfirmen werden sich in den nächsten Jahren Flächen deckend in Deutschland etablieren, denn das sind die künftigen Autowerkstätten. Nicht diejenigen, die Zündkerzen und Öl wechseln und die vermaledeite Steuerkette regelmäßig tauschen was sau teuer ist. Die ganze Branche wird sich ändern "müssen" nur will´s im Moment fast noch keiner verinnerlichen. Selbst die Bestandswerkstätten werden sich auf Akku Reparaturen einschießen um nicht ihre Kunden zu verlieren.

    Auch schon deshalb muss man sich nicht sklavisch an eine Ladebibel hängen. Ich bin der Meinung wer Samstags oder Sonntags zu Haus lädt (egal mit welchen Kosten) und über die Woche damit kommt, der kann auch einmal die Woche auf 100% laden. Und wenn der innere Schweinehund das nicht mitmacht, dann lädt man eben 2x oder 1x im Monat auf 100%. Denn das Balancing kann derzeit tatsächlich nur bei 100% kalibriert werden. Und dann einfach fahren wie gewohnt fertig. Vielleicht ist es sogar gut ab und an auch mal an den HPC zugehen um dem Akku andere Belastungszenarien zu geben.

    Rein rechnerisch kann man heutige Akkus (LiIon,LiFe, LiFePO4, NMC, etc.) 6000x mal voll laden - vielleicht etwas differierend zwischen den einzelnen Zellchemien. Ich spreche nicht von einer Ladung von 30% auf 80%. Das ist eine Halbladung. Ich meine tatsächlich kumulierte Vollladungen. Nun könnt ihr mal ausrechnen, wie weit man damit kommt und selbst überlegen ob Lager, Fahrwerke, eventuell Karosserie, etc. das überlebt. Und ob ihr überhaupt mit eurem Auto so weit fahrt bis zum nächsten oder gar bis zum Lebensende.

    Ein heutiger Verbrenner egal ob Benziner oder Diesel wird auf genau 300.000 km designed nicht mehr. Der Rückwärtsgang wird vielleicht auf 10-20 Betriebsstunden ausgelegt usw. usw. Mehr will die Automobilindustrie auch nicht. Nochmal die Frage: Überlegt mal was das im Vergleich zum Akkuverschleiss bedeutet? Das gesamte Problem ist, daß in der Schule anscheinend kein Mensch mehr gelernt hat wie eine E-Maschine und ein Akku funktioniert und man glaubt das ist Rocket Science von vor ein paar Tagen.

    Oder wie bei Vielen, die nach der Schule ALT+CTRL+DELETE im Hirn drücken. Es scheint fast so als wäre die Akkutechnik erst vor 3 Jahren raus gekommen und als ob es E-Maschinen erst dieselbe Zeit gibt. So ein bissel kann einem das Thema langsam auf den Keks gehen.

    Nochmals: DER AKKU WIRD IN 95%+ DER FÄLLE NICHT DIE LEBENSZEITBEGRENZENDE KOMPONENTE IN EINEM BEV SEIN! Macht euch um anderes Sorgen.

    Aber was wäre jetzt besser für den Akku:


    1) Heute mit PV auf 100% laden und halt über Nacht so stehen lassen bis morgen früh

    2) Heute "nur" auf 95% laden und dann morgen sehr früh die fehlenden 5% halt vom Hausspeicher entnehmen um auf die 100% ohne Netzbezug zu kommen


    Oder ist das Wurscht?

    Meine Güte ... einfach nicht so ins Hemd machen und so laden wie es am günstigsten ist. Dieses allgemeine Bohei um den Akku ist alles komplett überzogen. Einfach keine 4 Wochen oder länger nicht mit 100% stehen lassen, überwiegend nur auf 80% laden und eben ab und an auf 100% auch bei Kurzstreckenverkehr.

    Das ist keine Wissenschaft und man braucht auch keine daraus machen. Die Verunsicherung zu diesem Thema muss ja gewaltig sein ... der Akku degradiert (altert) egal in welchem Zustand dieser ist. Und in den meisten Fällen wird der Akku NICHT das Lebenszeit begrenzende Element des Autos sein.

    Lediglich, wenn man gewaltig, fast vorsätzlich alles falsch machen würde mit dem Akku gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß so ein Akku zu schnell degradiert.