Beiträge von Roadflyer

    Auch wenn der eDrive40 ganz sicher keine lahme Ente ist, so würde ich mir, als gerne auch mal dynamischer Fahrer, gelegentlich auch mal den M50/M60 wünschen.


    Aus der Praxis weiß ich aber auch, dass es auf der Laaangstrecke im Verhältnis Fahrzeit zu Ladezeit einen großen Unterschied macht, ober Wagen 3 oder 4 kWh auf 100 km mehr oder weniger verbraucht. Und je höher das Tempo ist, desto größer ist der Verbrauchsvorteil eines eDrive40 in optimierter Konfiguration zu einem M-Modell mit schicken Rädern. So bin ich kürzlich 281 km von Hamburg nach Gütersloh gefahren. Im Hotel auf 100 % geladen und nach dem Start direkt Stau ohne Ende. Wo es dann frei war bin ich ungelogen ausschließlich Topspeed (190 km/h) gefahren, sonst immer, was der Verkehr hergab, also schneller ging es nicht mit diesem Auto. Ohne Nachladen bin ich mit 16 % SoC, 81,9 Km/h Schnitt und 22,2 kWh/100 km und ohne Pause angekommen. Ja, unsere beiden Blasen haben tatsächlich problemlos die gut 3,5 Stunden durchgehalten :S . Ganz ehrlich hätte mich da ein (kurzer) Ladestopp schon eher genervt, auch wenn wir die Zeit zum Kaffeeholen genutzt hätten.

    Ich hab die sparsamste Konfiguration des eDrive40 mit 17 Zoll Aero und ohne M-Schnickschnack. Grundsätzlich muss ich sagen, dass der Verbrauch auf der Strecke im Winter doch deutlich höher ist als Im Sommer, besonders auf der Autobahn (dann mit 18 Zoll Winterrädern). Meine nachgeladenen kWh, also die bezahlten inkl. Ladeverlusten und inkl. Standheizung, beläuft sich auf die ersten 47.000 km auf 23,97 kWh/100 km. Darin sind allerdings zwei Winter und nur ein Sommer enthalten. Über ein Kalenderjahr sind es sogar nur bezahlte 23,0 kWh/100 km, wohlgemerkt inkl. alles.


    Wenn meine Zielmarke auf der BAB 160 km/h ist, dann bleibe ich in der Praxis im Sommer verkehrsbedingt unter 23 kWh/100 km. Wenn ich wirklich mal lange durchballen kann, dann geht es Richtung 28 kWh/100 km, aber ich musste die Erfahrung machen, dass das echt sehr selten überhaupt möglich ist. Im Winter bin ich dann unter denselben Bedingungen aber sehr viel eher bei 28 kWh/100 km.


    Letzten Freitag bin ich über Landstraße 157 km ins Sauerland normal gefahren, wobei die Topologie (Ziel höher als Start und einiges an Höhenmetern dazwischen) verbrauchssteigernd sein müsste: 16,4 kWh/100 km. Zurück habe ich es in den Serpentinen mal so richtig krachen lassen lassen und mir den Spaß gegönnt. Auch den Rest der Strecke gerade noch im legalen Bereich gefahren. Wieder zuhause waren es dann über dieselben 157 km nur 13,9 kWh/100 km. Das hat mich dann doch echt umgehauen ^^ Die Effizienz dieser Konfiguration ist wirklich erstaunlich. Im Sommer hatte ich auch häufig schon 18 bis 20 kWh/100 km auf der BAB, obwohl meine Zielmarke 160 km/h waren. Letzten Sommer in die Bretagne und zurück über jeweils mehr als 1.000 km immer am erlaubten Limit gefahren (in D 160 km/h) war ich unter 19 kWh/100 km (Auto und App). Passt aber unter Berücksichtigung der Nachladeverluste (ausschließlich HPC).


    Manchmal ist er unglaublich sparsam.

    Ich möchte hier einen Thread eröffnen, in dem es ausschließlich um Eure aktuelle Akku-Degradation geht. Bitte hier keine Diskussionen über korrekte Akkupflege oder sonstiges Drumherum. Dazu gibt es schon andere Threads. Es wäre toll, wenn es hier möglichst übersichtlich nur um den SoH in der Breite ginge. Ein herzliches Dankeschön dafür schon einmal im Voraus.


    An meinem i4 habe ich bei Auswertung meines CarData-Archivs auf https://bmwtools.awlnx.space eine hohe Akku-Degradation von 7,8 % nach 18 Monaten und 47.000 km festgestellt. Der Wagen kam direkt von der Produktion zur Auslieferung zu mir, hat also auch nicht lange rumgestanden.

    Dann bin ich auf ein Video auf dem YouTube-Kanal von ELEKTROBAYS gestoßen, in dem er bei einem i4 eDrive40 mit knapp 19.000 km und einem Alter von 1 Jahr den Akku mit der Aviloo Box ausgelesen hat, und nur auf einen SoH von 94,5 % (ausgehend von 81 kWh) gekommen ist. Schon der vorherige i4 des Besitzers stand demnach mit angegebenem SoH von 90 % beim Händler nach drei Jahren und 50.000 km. Damit kenne ich schon drei BMW i4, deren SoH deutlich unter den Erwartungen ist.


    Zum Ermitteln der Werte hier kurz zusammengefasst, wie man den SoH ermittelt. Dazu auf http://www.bmw.de mit Eurer BMW-ID anmelden, oben rechts unter "My BMW" die Fahrzeugübersicht aufrufen, auf BMW CarData wechseln und dort das "Datenarchiv anfordern". Innerhalb der folgenden 24 Stunden wird es an derselben Stelle für 14 Tage bereitgestellt. Dieses dann herunterladen (BMW CarData Datenarchiv herunterladen). Dabei handelt es sich um ein ZIP-Archiv. Die darin im Unterordner "data" enthaltene Datei "BMW-CarData-Ladehistorie_Fahrgestellnummer_TT-MM-JJJJ.json" per Drag & Drop auf der Webseite https://bmwtools.awlnx.space in das Feld "Drag and Drop or Select your CarData JSON file (BMW-CarData-Ladehistorie_*.json)" ablegen. Sofort erfolgt die Auswertung der Daten. Von Interesse ist jetzt hier das Diagramm "Estimated Battery Capacity (SoH) Over Time".


    Mein eDrive 40-Akku hat demnach nach 18 Monaten und 47.000 km von ursprünglich auch nur 79 kWh noch 72,8 kWh erhalten, was einer Degradation von 7,8 % von dem Ausgangswert von 79 kWh entspricht. Ausgehend von 81,2 kWh, die er eigentlich im Neuzustand hätte haben sollen, sind das schon nur noch 90 % SoH. Ich habe zu 67 % AC geladen und zu 33 % HPC. 22 % der Ladevorgänge erfolgen auf mehr als 90 % SoC, wobei ich so immer nur kurz vor dem Losfahren auf längere Strecken lade. Gelegentlich komme ich mit sehr geringem SoC von der langen Reise zu Hause an, lade dann aber sofort. Im Regelfall lade ich ab 20 % SoC. Ich fahre schon häufig zügig, auch gerne mit voller Beschleunigung und um die 160 km/h BAB.


    Was sind Eure Werte? Stellt die bitte gerne hier zur Verfügung, damit wir eine Übersicht bekommen. Dazu bitte noch die relevanten Angaben zu Modell (eDrive35, eDrive40, M50/M60 ...), kalendarischem Alter, der Laufleistung, und ganz kurz zusammengefasst das Nutzungsprofil.


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    Das funktioniert auch mit anderen Park-Anbietern und sogar einigen wenigen Parkhäusern. Einmal eingerichtet und die Kreditkarte hinterlegt finde ich das super praktisch. Das automatische Beenden des Parkvorgangs relativiert eine evtl. Servicegebühr wieder, weil man ja nie im Voraus zu viel gezahlt hat.


    Beispiel: ich bin 300 km nach Erfurt gefahren. Das Navi hat mich direkt zu einem AC-Lader ohne Blockiergebühr geleitet, der auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz stand. Der Lader stand genau an dem Ticketautomaten, an dem gerade ein Ehepaar verzweifelte. Die wollten ein Tagesticket haben, was der Automat aber irgendwie nicht zuließ. Ich habe einfach den Parkvorgang gestartet, den mir das Auto vorgeschlagen hat, habe den Ladevorgang gestartet, bin nach gut 6 Stunden zum Auto zurück und mit 97 % SoC einfach wieder losgefahren. Suuuper praktisch!

    Am Freitag bei etwa 16 Grad von Bielefeld nach Hamburg gefahren. 252 km, 3h42min, 68,3 km/h Schnitt mit 18,0 kWh/100 km (87 % bis 24 %). Sonntag zurück nach Gütersloh bei wieder 16 Grad. 281 km, 3h33min, 81,9 km/h Schnitt bei 22,2 kWh/100 km (100 % bis 16 %). In beide Richtungen reichlich Stau, aber wo frei und erlaubt war immer Topspeed 190 km/h gefahren, wobei der Anteil zurück deutlich höher war. eDrive40 mit 17 Zoll Aero und ohne M-Gedöns, also die effizienteste Variante (laut WLTP-Angabe). Damit bin ich sehr zufrieden.

    Wenn es dann doch mal auf die Langstrecke geht, ist der eDrive 40 klar im Vorteil. Nicht nur, dass du mehr Reichweite hast, noch dazu ist die Ladegeschwindigkeit ja auch höher. D.h. du fährst länger und lädst dann in derselben Zeit mehr kWh nach. Die Ladezeit für die jeweilige Reichweite dürfte ziemlich identisch sein, aber das Verhältnis aus Fahrzeit zu Stehzeit ist beim eDrive 40 signifikant besser.

    In den 90er haben die Autos ja auch nichts gewogen und besonders die Hecktriebler hatten kein Gewicht auf der Hinterachse. Daher damals der Tipp Sandsäcke hinten reinzuschmeißen bei Schnee. Ich bin von einem Golf 7 GTI mit gemachten 300 PS und 500 Nm auf den i4 eDrive 40 mit 340 PS und 430 Nm gewechselt. Und ich kann definitiv beurteilen, dass der BMW mehr Vortrieb generiert und die Schlupfregelung später einsetzt. Schon auf trockener Straße war es wegen Traktionsproblemen mit dem GTI nicht möglich unter 6 Sekunden beim Standardsprint zu kommen. Der i4 macht das problemlos aus dem Handgelenk.