Reichweite bei Minusgraden Praxiserfahrungen

  • Hallo Zusammen,

    nun sin die ersten tausend KM bei Minusgraden und Schnee hinter mir bzw. meinem M50. Mein Verbrauch Sommertags bzw. Herbsttags lag bei rund 23kwh plus/minus zügige Fahrweise (180 Autobahn) zu 90% im Eco Betrieb Klima 19,5 Grad, etc... soweit so gut.


    Nun stellt sich aber ein Mehrverbrauch von über 5 kwh/100km heraus, und das bei doch schwächeren Parametern bei Geschweindigkeit max 150kmh Autobahn und nur Eco Betrieb Klima 22,0 Grad, etc... soweit nicht gut!!!


    Der Verbrauchsunterschied liegt nicht an den Winterreifen ;) (da war der Verbrauch letzten Monat auch bei rund 23Kwh)


    Wie sind euere Praxis Erfahrungen? Oder leigt bei mir ein Fehler vor?

    reichweite kaelte.jpg

  • Aktuelle Erfahrung aus München im Berufsverkehr in der Stadt diese Woche mit folgenden Rahmenbedingungen:

    -> -7 bis -12 Grad Außentemperatur

    -> Auto steht am Start und Ziel in der Tiefgarage bei circa 5-10 Grad (nicht vortemperiert)

    -> circa 8 km Fahrtstrecke im Stop and Go Berufsverkehr (30 Minuten Fahrtzeit)


    Hier komme ich diese Woche kaum unter 28-30 kWh. Bei +10 Grad vor Kurzem waren es noch 20-24 kWh (je nachdem, wie schlimm das Stop and Go ist).


    Nach meiner Einschätzung kommt der Mehrverbrauch fast ausschließlich aus der Heizung und nicht aus dem Antriebssystem. Im Stand zeigt er in den ersten 15 Minuten circa 2 kWh pro Stunde Verbrauch an und geht dann langsam auf rund 1,5 kWh pro Stunde runter. Bei 30 Minuten Fahrtzeit summiert sich das also auf 0,8 - 1,0 kWh (bei rund 2,4 kWh Gesamtverbrauch auf der Strecke - also rund 1/3).


    Zum Vergleich: Bei +10 Grad waren es noch 1 kWh pro Stunde im Stand, die sich dann auf 0,5 kWh pro Stunde reduziert haben.

  • m50CK: du hast ja jetzt die Temperatur auch hochgedreht von 19,5 Grad auf 22 Grad,
    des weiteren kann es auch sein, dass bei extrem kalten Temperaturen Energie verwendet werden muss, um den Akku im optimalen Temperaturbereich zu halten,

    was ich auch nicht unterschätzen würde, ist neben der Heizung der Abrollwiderstand der Reifen bei Schnee, Nässe, Kälte verglichen mit z.B. +2 Grad bei trockenem Asphalt,
    das alles hat halt mehr Einfluß,

    bei meinem Ioniq z.B. bin ich im Sommer teilweise um die 9,5kWh/100km in die Arbeit gefahren, im Winter waren es teilweise 13,5kWh/100km bei einer Fahrtstrecke von ca. 40km,
    da sprichst schon von eher 40% mehr Verbrauch, bzw. eben dann halt die paar kW, die die Heizung braucht

    mir ist auch aufgefallen, dass ich letztens trotz Vorwärmung bei kürzeren Strecken unter 20km kaum unter 25kWh gekommen bin,
    aber die letzten 2 Tage in die Arbeit (40km) war ich trotz -10° aber trockener Fahrbahn bei 20 - 21kWh bei meinem i4 M50 mit 19" WR (245er und 255er), Auto stand in der Garage und war vorgewärmt

  • Ich denke auch, dass dass Vorwärmen der Schlüssel ist.
    Ich wärme zur Zeit jede Fahrt vor, auch wenn ich nicht am Kabel hänge.
    Bei mir bleibt der Verbrauch im Berufsverkehr wie seither um die 20.

    Ich fahre im ECO Individual mit Adaptiv, Klima steht auf 21,5 Grad

    Am Mo muss ich 500 km fahren, überwiegend Autobahn. Mal sehen welcher Verbrauch sich dann ergibt.

  • ich bin mal gespannt,
    ich muss morgen nach München und retour, ist dann ca. 260km eine Strecke,
    dann kann ich euch auch berichten, wie es bei mir ist,
    extrem schnell wird es nicht gehen, bis Salzburg/Walserberg kann man sowieso nicht rasen und von Walserberg bis München ist eh sehr viel beschränkt,

    da bin ich normal schon froh, wenn ich die Strecke im Bereich 2:30 bis 2:45 schaffe

  • Das hängt doch von so vielen Faktoren ab das man das pauschal gar nicht sagen kann. Wärmepumpe ja/nein ist schon mal ein Faktor. Dann natürlich die Größe des Akkus; ein kleiner Akku verliert natürlich prozentual viel mehr Reichweite weil die Heizenergie ja erbracht werden muss. Und das Fahrprofil: Kurzstrecke immer wieder neu aufheizen verbraucht mehr Energie als wenn auf Langstrecke die Wärme nur gehalten werden muss. Bei unseren E-Up mit 32kwh Akku auf Kurzstrecke halbiert sich mal locker die Reichweite bei den aktuellen Temperaturen.

  • hier ein Fahrbericht von mir von gestern,
    bin von Eferding (Zentralraum OÖ) nach München (Neubiberg) über Salzburg gefahren,
    eine Strecke ist ca. 260km
    und habe dabei beim Rausfahren und heimfahren ca. 25kWh/100km Verbrauch mit EcoPro Standardeinstellung gehabt,
    habe auch meinen Arbeitskollegen mitgehabt und haben die Klima auf Automatik mit 23° eingestellt gehabt, also auch hier normal betrieben, wie wir es bei einem Verbrenner auch gemacht hätten,

    bin in Ö auf der Autobahn meist mit Tempomat mit 140 gefahren, ab und zu mal kurz 150-160
    in D auch immer Tempomat +10 und wo frei war zwischen 140 und 160, mehr gibt die Autobahn von Salzburg nach München eh meist nicht her,
    bzw. war auch viel Verkehr, Schneefall, etc.

    sprich, sicher keine "artgerechte" Nutzung, war aber insgesamt ungefähr so schnell wie ansonsten mit dem 5er Kombi, die wir als Firmenpoolcars haben, -> war gestern 2x so im Bereich 2:45 reine Fahrtzeit, was ok war für die Verhältnisse (Schneefall, beim Heimfahren dichter Nebel im Seengebiet, teilweise viel Verkehr)
    klar habe ich zwecks "Verbrauchsoptimierung" die kurzen Sprints für ein paar sec. Richtung 200 dieses Mal nicht gemacht, die mache ich aber auch mit dem Verbrenner nur, wenn es die Verkehrssituation wirklich zulässt,
    weil es am Ende nicht wirklich viel Zeit bringt, da ist es eher hilfreich, wenn man keinen stockenden Verkehr hat, hier schwankt es bei dieser Strecke, die ich doch oft fahre, immer zwischen 2:30 und 3:00
    bin daher insgesamt von der Langstreckentauglichkeit positiv überrascht, weil man doch zum "normalen täglichen" Fahren wie bei mir in die Arbeit (einfache Strecke ca. 40km) gerade mal so um die 10% Mehrverbrauch auf der Autobahn dazurechnen muss,
    obwohl man dann trotzdem im Bereich 140-160 locker fahren kann und nachdem ich dann teilweise auch noch im Auto Telefonmeetings mache, ist das eh der Bereich, wo ich dann entspannt fahren kann ohne wirklichem Risiko

  • Ich bin gestern und heute jeweils ca. 220 km auf der Autobahn gewesen. Am Sonntag Abend Außentemperatur zw. -6 und -8 Grad.
    Wegen der Witterung konnte ich höchsten 140-150 fahren die meiste Zeit darunter. Der Verbrauch war deutlich höher als wenn ich die gleiche Strecke bei +10 Grad und mit 160-180 km/h fahre.

    Normalerweise um die 23-25 kWh/100 km. jetzt als Durchschnittswert 33 kWh/100 km.

    Heute bei der Rückfahrt obwohl es +2 Grad gehabt hatte, fast trockene Fahrbahn. Geschwindigkeit um die 16o kmh habe ich einen Durchschnittswert mit ca. 31 kmh/100 km.
    Klima war wie immer bei 21,5 Grad. Fahrzeug vorgeheizt bei der Abfahrt.. Streckenprofil ist jeweils leicht ansteigend und Ann wieder abfallend. (HN über die A81 an den Bodensee und zurück.)

    Ich hätte nicht gedacht dass die Außentemp. einen so großen Einfluß hat.
    Ich habe mit 90 % Akku jeweils losgefahren.


    Am Sonntag habe ich zur Sicherheit (sonst wäre ich mit 10 km Rest angekommen) an einer HPC 300 km, mit vorheriger Auswahl in der NAVI nachgeladen.

    Von 25 % auf 58 % in 13 Minuten und 26 kWh,

    Ladeleistung war am Anfang kurz bei 140 dann um die 100.


    Heute habe ich mal Inonity probiert.

    von 52 auf 70 % in 10 Min und 15 kWh.

    Ladeleistung eher mäßig. Spitze nur um die 120 dann um die 70.
    Den Mehrpreis für Inotity hätte ich mir sparen können, daneben hätte es auch HPC mit 150 kW gegeben.


    Kann es sein, dass trotz vorgewärmtem Akku also Ladeziel als Zwischenziel in NAVI eingeben, dass bei diesen kalten Temp. nicht mit voller Leistung geladen wird ?.

    Ich habe bei milderen Temp. schon mehrfach HPC oder Inonity geladen, meistens hatte ich dort deutlich höhere Ladeleistung, zugeben selten über 190. Egal obig mit 50 % oder 20 % den Ladevorgang gestartet habe.


    Was habt ihr für eine Erfahrung ?.

  • Bin dieses WE auch ähnlich unterwegs gewesen und kann den Verbrauch bestätigen. Zur Ladeleistung: Ab 50% hatte ich noch nie mehr als 105 kW, unabhängig von der Außentemperatur. Auch bei diesen kalten Temp. hatte ich knapp 200 kW, bin aber mit ca. 20 % an die Säule.

  • was ich mir auch anschauen würde,
    gerade bei den Temperaturen jetzt, wie euer Luftdruck ist,
    +0,2 bar mehr kann da auch schon einen positiven Einfluss auf die Reichweite haben

    ... was ja auch völlig logisch ist, die Luftdichte steigt von +15°C auf -5°C um ~ 7%, die Luft zieht sich (wie fast alles) also bei sinkender Temperatur zusammen, so dass der Reifen weicher ("platter") wird und mehr Walkarbeit leistet. Ausgehend von 2,8 bar sind das ziemlich genau 0,2 bar, die beim Winter-kalten Reifen dann fehlen.


    Durch die vermehrte Walkarbeit müsste sich der Reifen zwar auch mehr erwärmen, aber vermutlich gibt er diese Wärme direkt wieder an die kalte Umgebung ab. Kann man vielleicht messen.


    Apropos Luftdichte, die höhere Luftdichte hat natürlich ebenso Einfluss auf den Luftwiderstand - der sollte linear mit dem Luftdruck steigen und dementsprechend der Verbrauch.

    Das alles merkt man beim E-Auto viel besser als beim Verbrenner, da man durch die schon hohe Antriebseffizienz keinen Vorteil mehr generieren kann wie der Verbrenner (Lastpunktverschiebung), und andererseits ist die Reichweitenprognose auch viel genauer - man sieht es einfach besser.

  • Hi,

    mein Bericht von gestern. Lippstadt - Stuttgart ca. 460km und wieder zurück. Bei uns war ja gestern das Glatteis Chaos morgens als ich um 06:00 los bin.

    100% Gestartet, klimatisiert nicht in der Garage Startreichweite 358Km

    1. Stop Fulda rund 200km Strecke Restreichweite 45km und ja er hat immer gemeckert.......... 25 min geladen auf 70%

    2. Stop nach 145 km 8% geladen für 250 km ( 115km noch zum Ziel)

    3. Stop am Landgericht Stuttgart mit 12Km Restreichweite (sonst hätte ich zu meiner Ladung bei Gericht gefehlt


    zurück Abend auch 3 mal gehalten für 15-20 min.


    Durchscnittleicher Tagesverbrauch von 31,5Kwh pro hundert (ich bin langsam gefahren es war glatt)


    Mein Fazit: Ich will meinen 530d zurück!!!

  • Da wäre mein Blutdruck aber schon durch die Decke gegangen..


    6 mal Laden und das für so eine Strecke, die hättest du mit dem 530d locker mit einem Tank geschafft..


    Das ist halt der Nachteil der ganzen Geschichte.. Langstrecke gerade im Winter ist schwierig.

    Grüße aus dem Taunus in Hessen


    G20 340i (10/20), Saphirschwarz, 792M

    in Bestellung G80 M3 Comp. x-drive, Skyscaper Grey

    Porsche Cayenne GTS E3 (10/21), Dolomitensilbermetallic, PCCB


    In Bestellung i4 40e (Firmenfahrzeug), aktuell kein LT



    MHD Black und BimmerCode vorhanden im Raum Frankfurt/Taunus