Beiträge von Sammy

    Ich dachte, es sollte eigentlich jedem klar sein, dass mit falschen App oder Karte die Preise ins "unermessliche" gehen können.

    Es gilt also auch: trotz EnBW-App oder -Karte kann es bei anderen Anbietern, nein wird es bei anderen Anbietern, oft unverschämt teuer.

    Michael Schmitt mit seinem Kanal Breaking-Elektro-News (YouTube) weißt seit Jahren auf diesen Missstand hin. Ich bin wirklich überrascht, dass über die Intransparenz und Preisgestaltung noch soviel Unwissenheit existiert. Und es zeigt, mit welchen naiven Erwartungen (zu Recht) in die E-Mobilität gestartet wird.

    Theoretisch gebe ich dir Recht, aber ich finde hier sollte man das Opfer nicht zum Täter machen. Täter ist hier EnBW durch unverschämte Roaming-Preise. Für mich ist es okay, vorher in der App die Preise zu checken, aber es gibt Leute in meinem Umfeld (ältere, wenig Technik-affine), denen ich noch zum Plugin-Hybrid rate, weil sie damit zu Hause laden können und sich auf längeren Strecken nicht mit Abos, Apps, Ladekarten und defekten Ladesäulen (ja, die gibt‘s leider noch, bei der Aral-Tankstelle um die Ecke sind die Ladesäulen regelmäßig/meist außer Betrieb, werden aber als verfügbar angezeigt) herumschlagen müssen.

    Kann mich mal bitte jemand zum EnBw-Bashing aufklären?


    Ergänzend zu dem was bereits geschrieben wurde, kommt dazu dass EnBW derzeit eine sehr starke Marktposition hat, ggf. sogar Marktführer ist. Durch die hohen Roaming-Preise torpediert man bewusst „offene“ eMSPs (e-Mobility Service Provider) wie BMW Charging, die die Nutzung verschiedener Ladesäulen ermöglichen.


    Mit 18 Euro kann man sich den Ladetarif L buchen und dann für günstige 39ct. laden, das kann sich für Vielfahrer lohnen. Wer aber soviel Grundgebühr für einen CPO zahlt, der ist quasi im Netz von EnBW gefangen und wird vermeiden woanders zu laden.


    Daher ist es aus meiner Sicht okay über BMW Charging bei Aral Pulse, Ionity etc. zu laden oder auch ohne Grundgebühr bei Jet oder EWE Go. Dass Tesla für Fremdmarken eine Abo-Gebühr verlangt, finde ich auch noch in Ordnung, aber ansonsten würde ich mich generell nicht bei einem CPO „fangen“ lassen - außer der Tarif inkludiert günstige Preise auch bei anderen Anbietern (wenn man im EnBW Ladetarif L zum Beispiel für 42ct. bei Aral, Shell, MER und Ionity laden könnte).

    So blöd es klingt, aber mit leistungsstarken Fahrzeugen fahren wir immer noch günstig im Vergleich zum Verbrenner. Es sind die Volumenmodelle, die als Verbrenner mit unter 5l/100km laufen - da rechnen sich unter Berücksichtigung des höheren Anschaffungspreises E-Autos nur, wenn man mit PV oder Industriestrom lädt.


    Positiv ist, dass durch das Zusammenrücken vieler HPC-Angebote zwischen 45 und 52 Cent eine recht breite Palette an Ladesäulen entsteht, die man nehmen kann. Man muss dann nur monatlich für all diese Anbieter im Auge halten, ob es Preisanpassungen gibt.

    Durch den günstig geschossenen Mobility Booster Gutschein, ist mir bis Ende 2026 der Preis bei BMW Charging sowieso eher egal; ob ich 18,2 Cent oder jetzt dann 22,1 Cent pro KW an meiner Stamm AC Säule bezahle. ;)


    Guter Zug, ich hab mich nicht getraut, weil ich mein Auto damals noch nicht hatte :)

    Ich weiß nicht, ob BMW soviel dafür kann - klar, mehr Preisstabilität hätten wir alle gern, aber ich fürchte dass die Ursache eher bei den CPOs liegt. Deswegen halte ich es auch für so wichtig, z.B. nicht bei EnBW zu laden, auch wenn’s etwas wehtut.

    Kenne einige Unternehmen, die genau deswegen dann einfach den maximalen LP der Firmenwagen eingeschränkt haben und alles was drüber geht muss privat gezahlt werden.. ein nicht gerade kleiner Mittelständler in der Umgebung hat E- Fahrzeuge und Hybride komplett rausgeworfen wegen der Versteuerung weil es zu viele Diskussionen gab..


    Sollte auch so sein, dass ein Mitarbeiter abhängig von der Position ein gewisses Budget hat (kenne das auch nur so), alles andere wäre extrem großzügig.

    Man muss bei APL den Listenpreis aus dem Konfigurator eingeben, dann bekommt man den Endpreis mit Sonderausstattung. 26% ohne Kurzzeitzulassung ist schon top (wobei ich nicht verstehe, warum die Listenpreise so aufgeblasen sind - die Dienstwagenfahrer müssen dann wg. der 70k-Grenze alle einen „nackten Hirsch“ fahren, obwohl eigentlich eine gute Ausstattung drin wäre).

    EnBW werde ich auch bewusst boykottieren - das ist schade, weil sie am Anfang gut gestartet sind, aber solang sie als Marktführer keine vernünftigen Tarife (und vor allem auch Ad Hoc oder Roamingkonditionen!) anbieten, muss man irgendwie anders laden. Wenn sich dann noch ein Vorstand hinstellt und von der Politik E-Auto-Förderungen fordert, weil es für die Leute aktuell nicht attraktiv ist - irgendwo ist eine Grenze überschritten.


    Die Abo-Modelle sind einfach Mist, es gibt so eine breit ausgebaute Ladeinfrastruktur, aber man kann sie nicht nutzen, weil man nur bei Anbieter B und D ein Abo hat, womit man bei A noch zu verträglichen Preisen laden kann, bei E aber nur in Monaten mit „r“ und bei C, F und G auf keinen Fall. Genauso ein Chaos wie beim Mobilfunk, da hat es die EU gebraucht um das zu unterbinden und auf einmal geht es (schade, wenn man dafür die Politik braucht, aber manchmal ist es so).