Alles anzeigenVerstehe jetzt nicht, warum man bei dem Thema in Richtung persönliche Angriffe abrutschen muss, nur weil etwas technisches Verständnis fehlt.
Jeder hier kann es sich vermutlich rein finanziell problemlos leisten, die Möhre aus grauem Netzstrom vollzuladen. Hier geht es aber um einen möglichst sinnvollen Einsatz von Ressourcen und da ist das PV-Überschussladen eine äußerst elegante Lösung.
Das Regeln der Ladeleistung ist für die Ladeelektronik überhaupt kein Problem bzgl. Dauerhaltbarkeit. Das sind alles Halbleiter, deren Ansteuerung im Tastverhältis variiert wird. Wird auch bei "konstantem" Ladestrom gemacht, um eben diesen einzuregeln. Somit keine Mehrbelastung der Halbleiter.
Die Unterbrechung des Ladevorgangs ist schon eher ein Thema, da hierbei auch mechanische Schütze geschaltet werden. Großer Unterschied allerdings zu vielen "klassischen" Einsatzgebieten von Schützen/Relais: Die werden hier praktisch nie unter Last ab-/angeschaltet, da die Elektronik erst den Strom auf null fährt, bevor das Schütz geschaltet wird. Die Abnutzung der Kontakte ist dadurch minimal.
Statt pauschal zu verteufeln sollte man sich lieber Lösungen überlegen: Da reicht eine einfache zeitliche Hysterese und schon schaltet man nicht bei jeder Wolke ab oder bei jedem kleinen Sonnenstrahl an. An einem "normalen" Tag komme ich auf ca. 3-5 Ladeunterbrechungen. Das sollte die Lebensdauer der Bauteile allemal hergeben.
Ich hab mir übrigens durchaus ausgerechnet, was ich dadurch wirklich spare: Mit den PV-Ertragsdaten und Hausverbräuchen der letzten Jahre komme ich auf eine Ersparnis von ~500€ pro Jahr ggü. einfach anstecken nach Feierabend. Größe PV-Anlage (9 kWp) und Fahrprofil ziemlich durchschnittlich für einen Berufspendler. Ca. 2 Tage Homeoffice pro Woche eingerechnet, am Wochenende in die Berge.
Die Statistik sagt mir, dass ich die letzten 30 Tage aus 98% Strom vom Dach gefahren bin und das Mitte April. Da weiß man, was man hat
ich weiß jetzt nicht, was hier ein persönlicher Angriff war,
es war nur eine Argumentation in Bezug auf die Relation und klar, ich schaue auch, dass ich effizient lade, aber ich schalte nicht jedes Mal automatisch ab, wenn eine Wolke kommt,
deswegen habe ich das technische hier erklärt,
ich habe bei mir einfach 3 Stufen in der Hausautomatisation eingestellt und mit dieser Fix-Ladeleistung lädt er dann und erst, wenn er unter einem gewissen Bereich fällt, lädt er dann mit z.B. 8 oder 6 kW anstatt mit 11kW,
wobei halt bei 6 kW dann die Ladeverluste schon um einiges höher sind,
und ich weiß nicht, in wie weit du in techn. Entwicklungen eingebunden bist,
ich selber mache Halbleiter-/Chipentwicklung, daher kann ich dir bestätigen, dass bei einem Halbleiter eine gleichmäßige Belastung besser ist, als wie eine Schaltbelastung,
und klar, die generelle Elektromigration hast so und so,
klar, man kann viel regeln und ein paar Jahre dürfte das kein Problem sein,
aber ich sehe schon die Diskussion, wenn dann bei 8-10 Jahre alten E-Auto´s sich teilweise die Ladeelektronik vertschüsst, dass dann das bashing Richtung E-Autos so richtig los geht,
klar, hier in diesem Forum sind viele "Experten", "Autonarren", etc. unterwegs, die sich auch um Themen kümmern, wie behandelt man ein Auto richtig,
und dann finde ich es schon so, dass auf der einen Seite zwar viele sagen, Akku ja nicht über 80% laden, damit er nicht geschädigt wird,
aber gleichzeitig will man per PV-Überschuss die ganze Zeit die Ladeleistung herumschalten,
abgesehen davon, dass man dann auch die Ladeverluste mit berücksichtigen muss