Beiträge von phchecker17

    Ich hab das ganz anfangs mal ausprobiert, man muss schon ordentlich Leistung abrufen, um den Akku warm zu kriegen. Hab es damals bei ca. 10°C ausprobiert und es durch sehr schnelles Fahren geschafft, den Akku auf optimale Temperatur zu kriegen. Das heißt aber dauerhaft 170+ oder viel Volllast. Aber: wenn man normal im Alltag fährt, passiert da quasi gar nichts. Ich bin schon relativ weite Strecken gefahren und der Akku war am Ende trotzdem noch bei 6 °C oder sowas.


    Zum Effizienzverlust: Ich halte den nach meinen Erfahrungen bisher für nicht so groß, das meiste ist immer die Heizung. Wenn ich bei eiskaltem Akku (2 °C) meine Arbeitsstrecke ohne Heizung fahre, lande ich so ziemlich genau bei meinem Sommerverbrauch. Wenn das 5% wären, wäre das schon viel. Aber ja, am Ende könnte es dich dann die fehlenden 10 km zum Ziel kosten, sehe ich ein. Eine echte Lösung dafür gibt es nicht, außer du steckst morgens ab, startest die Konditionierung lädst dann nochmal nach. Aber wie schon geschrieben: Energetisch lohnt es sich halt definitiv nicht, die zum Aufheizen verbratene Energie fährst du nicht mehr rein.

    Naja, du hast ja bei gutem Wetter ca. 0,7 kWh gebraucht, bei Kälte 1,1 kWh insgesamt. Auch bei 15 °C wirst du auch etwas geheizt haben, also sagen wir, dass du bei Kälte ca. 0,5 kWh an Strom in 5 Min verheizt hast. Auf die Stunde hochgerechnet ist das gerade mal ein Durchschnitt von 6 kW, die würde der i4 definitiv auch schaffen und tut er auch. Anders ist es nur, wenn man vorheizt, da dann die Energie schon "vor der Zählung" verbraucht wird.

    Sascha76 Ja, die Heizung braucht wirklich sooooo viel mehr, allerdings ist sooooo viel gar nicht mal so viel ;) Der hohe Unterschied kommt einfach daher, dass eben in den ersten 4-5 Minuten fast mit voller Leistung geheizt wird, und genau der Verbrauch wird jetzt auf 100km hochgerechnet, was dazu führt, dass wir hier einen enormen Verbrauch haben, den du aber bei einer zusammenhängenden Strecke von 100km nie haben wirst. Ich habe bei mir in Spritmonitor festgestellt, dass ich teilweise fast dreistellige Verbrauche bei Teillladungen habe, was daran liegt, dass ich eben auf der Arbeit laden kann und teilweise dann nur heim und wieder zur Arbeit fahre, nur um dort dann wieder anzustecken. Fahrtzeit ist ähnlich wie bei dir, und Vorheizen tu ich natürlich auch, was dazu führt, dass der auf 100km projizierte Verbrauch extrem hoch ist.

    Man muss den Betrag schon im Verhältnis sehen. Laut Google liegt die motorbezogene KFZ-Steuer für einen BMW M3 bei ca. 2.800€ bis 4.000€, da sind die 400€ pro Jahr fast schon vernachlässigbar. In Deutschland hingegen habe ich nichtmal für meinen großen Diesel damals 400€ gezahlt, da würde das schon anders aussehen.


    Grundsätzlich finde ich die Idee aber gar nicht schlecht, ist eine zusätzliche Motivation, sinnvolle BEVs zu bauen, also keine 3t-SUVs, sondern eben eher sowas wie den i4, großer Akku, mittlere Leistung, wenig Gewicht. Mal schauen, was uns hier noch erwartet :)