Beiträge von Roadflyer

    Am 1.11.2024 habe ich meinen e40 bekommen und mir eine EnBW-Karte mit L-Tarif geholt, da ich viel reisen wollte, EnBW das dichteste Netz hat, und die penetrante Werbung von Carmaniac für IONITY mich von diesem Anbieter abgeschreckt hat.

    Einmal hatte ich bei Kälte, Regen und üblen Wind zweimal zusätzlich aussteigen müssen, weil der Ladevorgang zweimal nach kurzer Zeit am EnBW-Lader abbrach, ich dann an die Nachbarsäule gewechselt habe, wo auch dort nach 10 Minuten oder so das Laden abbrach. In dem Moment war ein Fiat 500e an noch einer anderen Säule mit Laden fertig, was ich damit in Zusammenhang brachte.


    Auf einer Reise mit meinem Sohn hatte ich ein Frühstück während des Ladens bei einem Bäcker eingeplant. Wir wollen nicht immer zum goldenen M. Als wir da vorfuhren wurde mir schlagartig klar, dass an dieser einzige 150 kW-Säule mit zwei Punkten einer belegt war. Also nur 75 kW für mich. Da die Augen von meinem Sohn Mal wieder größer waren als der Magen, hat das Frühstück über 60 Minuten gedauert und der Akku war randvoll.


    Dann kam der günstige IONITY Plus-Tarif bei BMW, für mich im ersten Jahr noch ohne Grundgebühr. Außerdem wollte ich öfter in die Niederlande, wo mich das Laden bei IONITY sogar nur 22 Cent kostet. Die Ladeerfahrungen waren bzgl. Ladeleistung immer positiv, nur P&C klappt längst nicht immer oder die Autorisierung dauert zu lange, weshalb ich immer mit der BMW-Ladekarte aussteige und die direkt vorzeige.


    Erst einmal habe ich bei Aral Pulse geladen. Wie ich es gewohnt war, habe ich erst den rechten der beiden Stecker gesteckt und wollte dann die Ladekarte präsentieren. Ging aber nicht, weil ich einen Stecker auf dem Display wählen sollte, der, der in meinem i4 steckte, aber als belegt nicht anwählbar war. Abstecken war auch keine Lösung, er war wieder als belegt gekennzeichnet. Ich musste erst zurück auf Home, eine andere Zahlmethode wählen, wieder zurück, und erst dann war mein Stecker wieder frei. Besonders ärgerlich, weil ich nur 5 Minuten laden musste, um es an die heimische Wallbox zu schaffen. Außerdem passierte das direkt unter den Augen einer Gruppe halbstarker Petrolheads, die dort an ihren Tuning-Karren an diesem späten Samstagabend abhingen. Nun, DAS Ladeerlebnis konnte DIE sicher nicht von der Elektromobilität überzeugen.


    Zuletzt waren alle 6 freien Ladepunkte eines IONITY-Ladeplatzes von einem LKW zugeparkt. Der hat dann aber sofort, wenn auch sehr missmutig, Platz gemacht.


    Generell stört mich bei IONITY, dass der aktuelle Preis an der Säule nicht angezeigt wird, egal wie man vorgeht. Hätte ich die App nicht, wüsste ich im Vorhinein nicht, dass es in NL nur 22 Cent kostet. Die BMW-Preisliste verweist auf den an der Säule angezeigten Preis - witzig! Aber die Ladeleistung habe ich immer für mich alleine und die bekomme ich auch immer geboten.


    Ach ja, einmal wollte ich unbedingt an einem ganz bestimmten IONITY-Lader laden, weil der einfach strategisch perfekt in meine Laderoutenplanung passte und der Preis halt so günstig war. Laut BMW-Navi, BMW-App, IONITY-App und Google war eine Säule defekt und die verbleibenden 5 waren praktisch permanent belegt. Nicht zeitgleich in den Apps war immer nur wechselnd eine einzige kurz frei und dann gleich wieder belegt. Als ich schließlich vorfuhr, waren die 5 auch tatsächlich belegt, aber ein Tesla Y-Fahrer signalisierte mir, dass er unmittelbar fertig sei.


    Gelegentlich lade mit der EWE Go-Karte unterwegs beim Schachtelwirt. Immer problemlos.


    Ansonsten habe ich einmal problemlos an einem Chargepoint-HPC geladen und einmal an einem Porsche-HPC ganz versteckt in der Nähe des Porsche-Museums in Stuttgart. Traumhaft, wie mich das BMW-Navi dahin gelotst hat.


    Wenn jetzt im Juni der günstige IONITY-Preis wegfällt, kommen für mich auf der Reise dann natürlich noch Aral, Schell und Mer ins Spiel. Da bin ich gespannt.


    Aber: nie wieder Verbrenner. Wegen des einmaligen Fahrerlebnisses, der Vorklimatisierung und des praktischen günstigen "Tankens" an der heimischen Wallbox.

    Hallo i4-Fahrer,


    mich würde mal interessieren, welche Erfahrungen ihr so an verschiedenen Schnellladestationen gemacht habt, vor allem negative, aber auch ungewöhnlich positive. Mir geht es hauptsächlich um Erfahrungen auf der Reise, wo man ohne Verzögerung HPC laden will, um dann schnell wieder fahren zu können.

    Ich denke da z.B. an:

    1. eine Reihe von Säulen, die von einem LKW zugeparkt sind, wovon das Navi nichts weiß
    2. Verbrenner, die zuparken, wovon das Navi nichts weiß
    3. defekte Säulen, wovon das Navi nichts weiß
    4. unerklärliche Laderabbrüche
    5. unerwartet schlechte Ladeleistung
    6. Probleme mit der Autorisierung
    7. Ärger wegen Regen, Schnee, Sturm
    8. Infrastruktur (Toiletten, Gastro...)
    9. andere Elektrofahrer, die auf irgendeine Weise besonders kollegial sind


    Wie waren die Umstände dabei, welcher Ladeanbieter war das, war das eine Ausnahmeerfahrung, und wie ist bei euch generell das Verhältnis von schlechten zu erwartbaren Ladeerlebnissen? Sind evtl. schlechte Erfahrungen Grund, wieder Verbrenner fahren zu wollen?


    Danke für eure Beiträge.

    Wie? Es gibt Baujahre, die den Ladevorgang stoppen wenn man nur das Auto entriegelt? Um z.B. noch schnell etwas aus dem Auto zu holen, und nach 30 Minuten stellt man fest, dass er nicht geladen hat?

    Aha, sehr kurze Strecken bei unter 15 Grad! Mit 20 kWh/100 km bist da noch gut bedient. Mach dir keine Sorgen. Alles im grünen Bereich.

    So wirklich relevant wird doch der Verbrauch erst auf der Langstrecke, wenn nachgeladen werden muss, um das Ziel zu erreichen. Da kann der i4 seine Effizienz so richtig ausspielen.

    Sorry, Einspruch!


    Auch mit Routenplanung stimmt es nicht. Und das Navi weiß ja die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der geplanten Strecke. Wenn ich da, wo es frei ist, aber immer 160 km/h fahre statt 130 km/h, sollte der doch irgendwann merken, dass ich es gerne schneller hätte, und seine Schätzung proaktiv korrigieren. Macht er aber nicht, sondern korrigiert Restreichweite im Tacho und auch im Navi die SoC am Ziel permanent nach unten.


    Auch ein Laden auf der Route ändert daran nichts. Das ist auch deshalb ärgerlich, weil er dann z.B. am Lader bei 65 % SoC zum Weiterfahren mahnt, weil es mit dem geplanten SoC am Ziel dann hinkommen würde, tatsächlich brauche ich aber stattdessen 85 %, um es ins Ziel schaffen.


    Aus Erfahrung schlage ich natürlich schon etwas drauf oder bemühe ABRP. Der ist auch ohne Anbindung ans Auto ziemlich genau, wenn man ihn mit den korrekten Eingangsdaten füttert.

    Hier einmal zur Orientierung. Ich habe meinen e40 seit 1.11.2024 und seit dem knapp 19.000 Kilometer damit zurückgelegt, davon seit Übernahme mit den 18 Zoll Winterrädern und seit einem Monat mit den 17 Zoll Aerorädern. Mein Fahrprofil ist zu etwa 60 % Langstrecke über BAB und der Rest überwiegend Strecken von 10 bis 15 Kilometern. Meine BAB-Richtgeschwindigkeit ist fast immer Tempomat-geregelte 160 km/h.


    Meine nachgeladene Energiemenge seit Beginn sind 25,4 kWh/100 km und seit 1.3.2025 sind es 22,9 kWh/100 km. Die vom Fahrzeug und synchron der App angezeigten Verbräuche liegen knapp 10 % darunter.


    Von dem Winter-Verbrauch war schon einigermaßen enttäuscht, vor allem auf der Langstrecke mit 160 km/h, auf der Kurzstrecke waren die hohen Verbräuche zu erwarten. Jetzt im Sommer und mit den mickrigen 17 Zoll Aerofelgen bin ich angenehm überrascht, vor allem auch auf der Langstrecke. Jetzt ist es so, wie ich mir das vorgestellt hatte: ohne übertriebenen Verbrauch weiter mit 160 km/h flott und doch sparsam reisen zu können.


    Meine Kalkulation geht jetzt im Sommer auch auf, dass es egal ist, ob ich mit 120 km/h oder mit 160 km/h auf der BAB unterwegs bin. Die Summe aus Fahrzeit und Ladezeit ist annähern identisch.

    Nach meiner Erfahrung mit jetzt 6 Monaten ist der Winter ein extremer Verbrauchstreiber, egal ob Stadt oder Autobahn. Aber jetzt bei über etwa 15 Grad, komme ich in der Stadt und gemächlichem Überlandverkehr deutlich unter 20 kWh/100 km. Bei Geschwindigkeiten unter 80 km/h über 15 km können es auch schon Mal deutlich unter 15 kWh/100 km sein.

    Flottes Beschleunigen ist nach meiner Erfahrung kein Verbrauchstreiber. Wichtig ist das Rollen, wenig bremsen/rekuperieren und das Vermeiden von Kurzstrecken unter 5 km Länge.