Beiträge von phchecker17

    An sich ist die Idee ja nicht schlecht, Anreize zu schaffen für jemanden CO2 einzusparen und das entsprechend zu verkaufen. Aber gefühlt wird das halt immer doppelt verrechnet. Fand ich am geilsten, wo es dann um die E-Fuels ging:

    Bei der Herstellung der E-Fuels nimmt man CO2 aus der Atmosphäre und macht daraus Sprit, d.h. an der Stelle hat man CO2 eingespart. Und im nächsten Schritt lässt man dann ein Auto mit diesen E-Fuels CO2-neutral fahren. Auf den ersten Blick macht das Sinn, aber auf den zweiten ist da halt dann nichts mehr CO2-neutral, wenn man das eingesparte CO2 per Zertifikat wieder verkauft. Umgekehrt müsste man sonst sagen, dass E-Fuels eben nicht CO2-neutral sind.


    Ich hatte mich aber tatsächlich auch schon mit dem Thema auseinandergesetzt, als wir dieses Jahr meine zweite Familie in Argentinien besucht haben. Das tat schon etwas weh, als wir aus Interesse dann den CO2-Ausstoß für die ganzen Flüge ausgerechnet haben. Und nicht zu vergessen die Zig Kilogramm an Fleisch, die wir dort gegessen haben.

    Das zeigt aber auch dass die Heizung per se für den Mehrverbrauch im Winter so gut wie gar keine Rolle spielt, der ist einzig dem HV-Akku geschuldet der abseits seiner Wohlfühl-Temperatur deutlich weniger leistet bzw. für die gleiche Leistung eben mehr Strom verbraucht ;)

    Den Teil verstehe ich nicht? Ich habe keinen spürbaren Mehrverbrauch durch kalten Akku, sondern immer nur durch die Heizung. Wenn ich ohne Heizung fahre, dann ist der Verbrauch nicht spürbar höher als im Sommer bzw. an wärmeren Tagen. Wüsste auch nicht, warum das deutlich mehr sein könnte. Klar, der Innenwiderstand ist etwas höher, d.h. der Verbrauch geht in der Theorie etwas hoch, aber das wird wenn überhaupt im einstelligen Prozentbereich sein, sodass man das in der Praxis kaum bemerken dürfte - ich tu es wie gesagt auf jeden Fall nicht ;)

    Hab es mal grob ausgerechnet:

    Der CO2-Rucksack bei der Produktion liegt bei ca. 10 Tonnen CO2 für den Verbrenner und ca. 18 Tonnen für das BEV. Bei meinem Fahrprofil würde ich aber mit einem vergleichbaren Diesel bei 8 l/100km über 3 Tonnen CO2 pro Jahr erzeugen, mit dem BEV mit dem Strommix und meinem realen Verbrauch inkl. Ladeverlusten aber trotzdem nur 1,3 Tonnen. Dadurch ergibt sich reinrechnerisch der Break-Even bereits im fünften Jahr, wo der Diesel dann insgesamt bereits mehr CO2 erzeugt hat. Wenn ich nun noch reinnehme, dass ich die meiste Zeit quasi CO2-neutral lade, dann bin ich schon nach 3 Jahren mit dem BEV besser dran. Glaubt man dann noch daran, dass auch Ionity & Co. alle CO2-neutral sind, wäre der Break-Even sogar schon direkt im 3. Jahr. So oder so, eine Diskussion gibt es hier eigentlich nicht, da die wenigsten Fahrzeuge die 100.000km nicht schaffen.

    Wenn man End-2-End den gesamten Lebenszyklus eine BEV betrachtet, dann schneiden sie viel schlechter ab, wie jeder Verbrenner.

    Die Elektromobilität wurde nicht auf Grund wissenschaftlichen Betrachtungen so gepuscht, sondern nur auf Grund von politischen Entscheidungen.

    Und ich habe das Gefühl, das ganze Märchenhaus stürzt langsam ein.

    Trotzdem fahren ich den M50 aus den oben genannten Gründen und hoffe ich werde das in Zukunft nicht bereuen.

    Das stimmt aber doch gar nicht? :D Ob es jetzt 60.000 km oder 100.000km sind, aber ab einem gewissen Punkt ist das BEV definitiv besser ;) Und da ich meinen voraussichtlich ca. 100.000 km fahren werde, erreiche ich den Punkt ja selbst schon. Dazu kommt, dass diese Werte eine Durchschnittsbetrachtung sind, d.h. mit Strom aus der Steckdose mit dem Strommix etc., da ich aber ca. 3/4 vom Jahr zum Großteil Solarstrom vom Firmendach lande, dürfte sich der Break-Even nochmal deutlich nach vorne verschieben. Und zusätzlich auch nochmal, weil ich wohl eher zu einem Fahrzeug der Klasse Alpina D3 oder M340d gegriffen hätte, wenn es kein Elektro geben würde. Daher würde ich den Break-Even bei mir irgendwo bei 50.000-60.000km sehen.


    Vielleicht mach ich mir mal die Mühe und rechne das aus, dann werde ich es auf jeden Fall hier posten :)

    Ich widersprech dir da gar nicht :D Auf der Langstrecke mach ich das ja genauso. Auf der Kurzstrecke war es eben einfach ne Mischung aus allem. Die unnötig hohen Kosten kombiniert mit dem deutlichen Mehrverbrauch und dabei auch dem schlechten Gewissen, dass man jetzt für ein paar Minuten Fahrt so viel Energie aufbringt, nur um im warmen sitzen zu können, statt einfach eine Jacke anzuziehen.

    1. Es ist schon nachgewiesen, dass dieser ganze Elektrohype eine Lüge ist.

    2. Wenn es wirklich um die Umwelt geht, fährt man 3km mit dem Fahrrad und nicht mit einem 2,5Tonnen Gerät.


    Ich habe es auch nur 2 km zur Arbeit. Muss aber die Kinder fast 10 km in die Betreuung fahren. Ansonsten würde ich das auch im Winter mit dem Bike machen.

    Ich bin auch alle paar Tage im Anschluss an die Arbeit noch unterwegs, heute fahre ich auch noch zu einem Kumpel, um ihm bei etwas zu helfen. Aber auch die restlichen Tage fahre ich mit dem 2,1-Tonnen-Gerät, da muss ich mich auch nicht selbst belügen deshalb :D Da ist definitiv eine Menge Bequemlichkeit mit drin. Dennoch freue ich mich auch wieder auf den Frühling, wo ich dann wieder Rad fahren kann (und will), zumal ich mit dem Rad schneller bin als mit dem Auto.


    Aber deinen ersten Punkt verstehe ich nicht? Was meinst du mit Hype? Die Beliebtheit? Oder meinst du, dass ein BEV gerade bei so Kurzstrecken deutlich besser für die Umwelt ist? Weil bei letzterem konnte ich den Vergleich jetzt erst austesten, als ich übergangsweise für ein paar Tage den Verbrenner meiner Eltern hatte. Statt 15-20 kWh/100km (ohne Heizung) hab ich auf dem Weg zur Arbeit ca. 11 l/100km benötigt. Ohne Heizung deshalb, weil bei der Strecke beim Verbrenner kein bisschen warm rauskommt ;) In CO2 sprechen wir hier von 26 kg beim Verbrenner vs. 7 kg beim I4 im Winter, und quasi 0kg im Sommer, wenn ich den Strom CO2-neutral vom Firmendach bekomme.

    Ne, der Akku wird nicht einfach so vorgeheizt, zumindest nicht bei den aktuellen Temperaturen :) Und es sind auch keine 4 kWh an Heizenergie, der i4 hat soweit ich weiß eine installierte Heizleistung von 9 kW, davon jeweils die Hälfte für den Innenraum und die Hälfte für den Akku.


    Wenn ich also morgens 10 Minuten vorheize, sind das selbst bei maximaler Heizleistung gerade mal 0,75 kWh. Aber die Heizleistung nimmt bei den aktuellen Temperaturen ja schon langsam ab, weshalb ich da eben mit 0,5-0,75 kWh pro Aufheizen rechne. Wenn man 30 Minuten vorheizt, braucht man auch nicht 3 mal so viel, da ja nach ca. 10-15 Minuten schon die Zieltemperatur erreicht wird und anschließend dann nur noch gehalten wird, was dann eher im Bereich 0,5-1 kW Leistung liegt.


    Man sieht das auch gut an meinem Verbrauch aufs Jahr gerechnet:

    canvas.png


    Der Mehrverbrauch im Winter liegt bei ca. 7 kWh/100km, wobei da natürlich auch noch die Langstrecke reinspielt, das wird also auf dem Arbeitsweg nochmal ein größerer Unterschied sein. Zeigt mir, dass es sich definitiv nicht im Bereich von mehreren kWh pro Vorheizen abspielt ;)

    Vielen geht es ja beim BEV auch mitunter um die Umwelt, und da ist es in der Argumentation halt schon etwas schwer, wenn man für die 3km zur Arbeit dann eben mehr als 1 kWh braucht, wovon mehr als die Hälfte nur fürs Heizen drauf geht. Würde ich nur zur Arbeit fahren, würde ich meinen Stromverbrauch durch den Verzicht auf die Heizung effektiv halbieren. Das war zumindest bei mir beim GTE einer der Hauptgedanken.